Die Bundeswehr auf der Gamescom

Auf Europas größter Computer-Spielemesse, der gamescom in Köln, ist die Bundeswehr vertreten und wirbt um Symphatien bei der jungen Zielgruppe. Inhaltlich dominiert der Krieg und seine virtuellen Szenarien schon lange die Spielewelt, nicht erst seit die US Armee offiziell Millionen in Rekrutierungsshooter wie America’s Army pumpt. Der reale Krieg wird durch den Einsatz von augmented reality und ferngesteuerten Drohnen immer digitaler und benötigt die entsprechende Vorbildung. Die Grenzen zwischen gespielten Szenen aus „Call of Duty“ und der blutigen Realität in „Collateral Murder“ verwischen zusehends.

Militainment ist weiterhin auf dem Vormarsch und sollte bei der Rezeption von Filmen und Spielen bedacht werden.

Kritik äußerten gestern ca. 30 AktivistInnen, die den Stand der Bundeswehr mit rosa Klopapier, Flugblättern und Konfetti stürmten.

Aus dem Flugblatt:

(…) Krieg heißt GAME OVER!

Krieg ist blutiger Ernst, hier hören Spiel und Spaß auf! Die Bundeswehr lockt Menschen zum Töten. Sie gaukelt technik- und spielbegeisterten Menschen vor, dass Militär und Kriege „Saubere Sachen“ seien. Tolle Abenteuer warten – wie auf der Spielkosole. Krieg sei notwendig, zum Aufbau von Demokratie und zum Schutz „unserer“ Rohstoffe. Kriege seien „Humanitäre Hilfsaktionen“. (…)

Die Bundeswehr blendet die Realität per Computer aus. Sie organisiert Kriegseinsätze wie Spiele. „Drohnen“ zum Töten von Menschen werden z.B. real per Joystick gesteuert. (…)

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