WTC 7 – Gebäude was? (aktualisiert 2012)

Am 11. September 2001, ungefähr sieben Stunden nach dem Zusammenbruch der zweiten Turms, fiel noch ein drittes, gewaltiges Hochhaus in New York zusammen: WTC Gebäude 7

47 Etagen, 174 m hoch. Zuerst sackt das Penthouse auf dem Dach ein, dann folgt abrupt einsetzend, das gesamte Gebäude und stürzt während der folgenden Sekunden in freier Fallgeschwindigkeit in seinem Fundament zusammen…

Montag, 11.09.2001 / 17:21:08 Uhr

Ein Jahr darauf wurde die „‚9/11 Comission“ einberufen, um die Ereignisse genauer zu untersuchen, was erst auf Drängen von Opfervereinen und gegen erhebliche Widerstände der Bush-Administration möglich wurde. Die Untersuchungskommission litt von Anfang an unter dem Vorwurf nicht unabhängig urteilen zu können, da die Mitglieder von George W. Bush, sowie dem US-Kongress bestimmt wurden.

Die Bundesbehörde NIST (National Institute of Standards and Technology) erhielt den Auftrag die Ereignisse vom 11. September wissenschaftlich zu untersuchen, und nahm erst 2008 Stellung zum Einsturz von WTC 7. Dort erklärte das NIST, dass es aufgrund von Bränden und Wärmeausdehnung zu einem progressiven Kollaps des Gebäudes gekommen sei. Explizit ausgeschlossen wurde die Sprengung des Gebäudes, da die erforderliche Menge Sprengstoff nicht unbeobachtet in das Gebäude hätte gebracht werden können und keine Augenzeugen oder Tonaufnahmen von lauten Explosionen vorlägen (NIST Final Report, 5.5MB).

Diese Annahmen führten natürlich dazu, dass bis heute nie in diese Richtung untersucht wurde…

Also:

Feuer und Wärmeausdehnung als Ursache für den Kollaps? Ein nie zuvor beobachtetes Phänomen und daher eine bemerkenswerte Theorie, weil man daraufhin alle bisherigen Annahmen zum Brandschutz in Hochhäusern überdenken müsste. Auch das NIST gibt die Einmaligkeit ihrer Erklärung zu und schreibt in ihrem Bericht, dass “dies der erste bekanntgewordene Fall eines hohen Gebäudes ist, welches aufgrund von Bränden einstürzte“..

Was ist zu sehen?

Auf den meisten der vorhandenen Videos ist die weitgehend intakte Nordseite, sowie einige kleinere Brände erkennbar. Zu beobachten ist weder ein sukzessiver Einsturz, noch ein Abkippen zur Seite, oder eine Verformung der Außenstruktur. Der Einsturz erfolgt in absoluter Symmetrie, mit dem typische Knick der Dachkante nach innen, um umliegende Gebäude nicht zu beschädigen…. Genauso wie es aussieht, wenn eine kontrollierte Sprengung durch Fachleute gelingt. Nur wenn alle tragenden Stützen eines Gebäudes mittels synchronisierter Sprengungen durchtrennt werden, fällt ein Gebäude symmetrisch und in freier Fallgeschwindigkeit in seinem Fundament zusammen.

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Oben: Querschnitt mit Lage der Pfeiler und Tragbalken. (Quelle NIST)

Oben: Intensitätstufen der beobachteten Schäden am Gebäude. Einmal von der westlichen Flanke, sowie von der den Türmen zugewandten Südseite. (Quelle NIST)

Der Zusammensturz weist also wesentliche Merkmale einer kontrollierten Sprengung auf:

Die Symmetrie, der ungebremste Fall und der typische Knick. Eine so einfache, wie auch erschreckende Feststellung. Es sei denn der Einsturz von WTC 7 wäre tatsächlich der Modellfall eines bis dato noch nie vorgekommenen Ereignisses in der Geschichte der Architektur. Möglich, natürlich… aber unbewiesen, denn der NIST-Bericht ist fehlerhaft und unvollständig.

Dass es für den Einsturz von WTC 7 einer unabhängigen und ausführlicheren Erklärung bedarf, wird seit Veröffentlichung der offiziellen Theorie geäußert. Das größte Verbrechen in der Geschichte der USA, mit weitreichenden politischen Folgen für die ganze Welt, lässt die wichtigsten Fragen offen und zieht falsche Schlussfolgerungen. Auf eine etwas kitschige, aber nachvollziehbare Weise fordert die Gruppe der „Architects & Engineers for 9/11 Truth“ eine unabhängige und transparente Untersuchung, von der man sich Antworten auf die Fragen bezüglich des freien Falls des Gebäudes (), der Herkunft des geschmolzenen Eisens (), sowie der im Staub gefundenen Rückstände von Nanothermit ( /) erhofft.

Ein Blick zurück kostet nicht viel.

Er könnte aber einiges für die Zukunft verbessern. Dafür muss jedoch eine offene Diskussion auf wissenschaftlicher Ebene über alternative Erklärungen möglich sein. Nur dann besteht Aussicht darauf, dass jemand eine unbefangene Untersuchung anhand der gefundenen Hinweise in Gang bringt. Für mich schwer zu glauben, aber auch der Öffentlichkeit ist oftmals nicht bekannt, dass überhaupt ein drittes Gebäude am 11. September einstürzte, und welche Bedeutung die Möglichkeit einer Sprengung haben könnte. Rein spekulativ…

Wer nicht blind vertraut, sondern Fragen stellt, ist kein verrückter Verschwörungstheoretiker. Die Sorge über die Machenschaften mancher Regierungen, Geheimdienste und militärisch-industrieller Eliten ist durchaus berechtigt. Grund genug gab es im Laufe der Geschichte immer wieder.

Ein wenig Skepsis, als eine Art soziale Kontrollinstanz, ist deshalb wichtig für die Zukunft. Auch zehn Jahre danach und dem bis heute andauernden „Krieg gegen den Terror“ dauern die Reaktionen auf 9/11 schließlich weiter an. Folgen für Wissenschaft, für Datenschutz und Bürgerrechte, für die arabisch-muslimische Welt und viele andere Aspekte unserer Gesellschaft…

Vorläufiges Fazit:

Einige Verschwörungstheorien sind so unmöglich zu beweisen wie zu wiederlegen – manche so absurd, wie andere nachgewiesen… Was man mit Sicherheit sagen kann ist, dass die Untersuchung der „9/11 Comission“ nicht unabhängig agieren konnte und daher wichtige Fragen gar nicht erst stellte. Dazu versäumten die Dienste einiger Länder, ihnen bereits bekannte Warnungen entsprechend zu behandeln. Das, und andere Vorfälle der Geschichte, geben schon genug Anlass zur Skepsis und sollten unser kritischer Denken inspirieren.

.

P.S.:

Wenn eine Sprengung nicht korrekt berechnet wurde, oder etwas schiefgeht, beim Versuch ein Gebäude geplant in sich zusammenstürzen zu lassen, sehen das Folgen beispielsweise so oder auch so aus

P.P.S.:

Der Vollständigkeit halber, hier die damalige Mieterstruktur von WTC 7:

– Büros der CIA und des Pentagons.

– Büros der US-Börsenaufsicht SEC, die dort die Akten zum ENRON-Skandal lagerte, wegen der auch Mitglieder der RegierungBush unter scharfe Kritik standen.

– Der Bunker der New Yorker Noteinsatzzentrale für Katastrophen und Terroranschläge.

P.P.P.S.:

Ein Kuriosum ist auch die Computersimulation zur Untermauerung ihrer Theorie des progressiven Kollapses. Die Gebäudefassade knickt in dieser Darstellung des NIST an mehreren Stellen stark nach innen ein:

P.P.P.P.S.:

Wie Assange in einem Interview sagte:

„I’m constantly annoyed that people are distracted by false conspiracies such as 9/11, when all around we provide evidence of real conspiracies, for war or mass financial fraud.“

7 Kommentare

  1. Guter Artikel und wichtig dass 9/11 weiter Thema bleibt!!!

    Sehr krass finde ich übrigens auch, dass für die Aufklärung der Clinton-Lewinsky Affäre ca. 50 Millionen Dollar eingesetzt wurden, der 9/11 Untersuchungskommission aber nur lächerliche 4 Millionen Dollar zur Verfügung stand. So kann man in einem Mordfall an 3000 US-Bürgern gar nicht ordentlich ermitteln…

  2. Gute Sache der neue Anlauf zu einer unabhängigen Untersuchung.

    Falls es dich interessiert, es gibt ein Interview zu 9/11 und 7/7 mit Annie Machon, die bis 1996 beim britischen Inlandsgeheimdienst MI5 arbeitete. Zusammen mit ihren Kollegen David Shayler wurde sie nach einer missglückten Operation unter falscher Flagge, die dem libanesischen Regierungschef Gaddaffi galt, zur Whistleblowerin.

    Von > http://frank-hoefer.blogspot.com/2010/04/wenn-es-wirklich-so-ware-dann.html

  3. Sehr interessante Infos, vielen Dank dafür!

    Ich habe als Argument schon oft gehört, das eine false flag operation in dem Ausmaß doch nicht geheim zu halten wäre. Der Vergleich zum Manhattan-Projekt oder dem Iran-Contra Skandal im Video erklärt aber ziemlich gut, dass das „Need to know“-Prinzip auch bei großen Geheimdienstprojekten gut funktioniert hat. Und selbst wenn man mehr zu sagen wüsste, überwiegen die faktischen Argumente, lieber nichts zu verraten.

  4. Hallo und danke für den Artikel!

    Falls jemand die Sendung „Das Geheimnis des dritten Turms“ im ZDF gesehen hat:

    In populär-wissenschaftlicher Art wird versucht, die noch offenen Fragen, durch mal mehr mal weniger schlechte Gegeninformationen zu verschleiern. Ein Vorgehen, welches bei den meisten Zuschauern zumindest zu einer „man weiß nicht“-Haltung führen wird, anstatt unabhängig untersuchte Antworten zu fordern.

    Zur Sendung gibt es hier dazu ein ausführliches pdf, welches die genannten Informationen nochmals kritisch kommentiert und Quellen nennt (Kommentar in blau):

    http://www.habiru.de/Dirk_Gerhardt/ZDFDritterTurm.pdf

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