Der Kampf um Informationen

Seit sich der Fokus von Wikileaks darauf verlagerte, die Geheimhaltung über die Kriege in Afghanistan und Irak zu durchbrechen, wird ihr Gründer und Sprecher von Politik und Militär beschossen, von Boulevardmedien durch den Schmutz gezogen, von CIA & Co. gejagt und bald vielleicht per internationalem Haftbefehl gesucht. Doch Wikileaks arbeitet trotz dieser Wiederstände weiter und twitterte gestern:

Next release is 7x the size of the Iraq War Logs. intense pressure over it for months

Was bringen wohl die neuen Informationen ans Tageslicht? Und wie werden die Reaktion darauf ausfallen? Es gibt natürlich auch Institutionen die Wikileaks‘ Arbeit schätzen. In einer vom GIJN initiierten Petition stellen sich hunderte Journalisten aus über 40 Ländern hinter die Prinzipien der Pressefreiheit und des investigativen Journalismus. Deutsche Übersetzung:

„Wir, Journalisten und Journalisten-Organisationen aus vielen Ländern, bekunden hiermit unsere Unterstützung für Julian Assange und Wikileaks. Wir glauben, Julian Assange hat einen hervorragenden Beitrag geleistet für Transparenz und Verantwortlichkeiten zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Themen wie Transparenz und Verantwortlichkeiten waren extrem stark eingeschränkt durch die Geheimhaltung der Regierung und die Kontrolle der Medien. Er wurde angegriffen für die Veröffentlichungen von Informationen, die zu keinem Zeitpunkt der Öffentlichkeit hätten vorenthalten werden dürfen.

Wir glauben Wikileaks hatte das Recht, vertrauliche militärische Dokumente zu veröffentlichen, weil dies im Interesse der Öffentlichkeit geschehen ist, um darüber zu informieren, was geschehen ist. Die Dokumente zeigen die Beweise, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika die Öffentlichkeit zu Aktivitäten im Irak und in Afghanistan fehlgeleitet hat und, dass möglicherweise Kriegsverbrechen begangen wurden.

(…) Seit der Bereitstellung im Jahr 2006, ist Wikileaks für Journalisten aus aller Welt, ein außerordentliches Mittel für weitergehende Transparenz, während diese von Regierungen reduziert wird. Obgleich Wikileaks kein Teil der Medien ist und auch nicht vorgibt ein Teil der Medien zu sein, seine Mission der Unterrichtung der Öffentlichkeit und die Reduzierung nicht gerechtfertigter Geheimhaltungs-Interessen, unterstützt unsere Arbeit. Als dankbare Begünstigte der Arbeit von Wikileaks und Julian Assange, stehen wir gemeinsam zur Unterstützung dieser in dieser Zeit.“

Wikileaks-Artikel bei h@m bisher:

• Neues von Wikileaks

Kleine Geschichte der Informanten (1971-2010)

Friedensnobelpreis für Wikileaks!

Principles of modern warfare

CIA entwirft Afghanistan-PR für Deutschland

Quelle: ARTE reportage / GIJN.org

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