Cablegate

Guardian: The US embassy cables

New York Times: State’s Secrets

Spiegel: Geheimdepeschen enthüllen Weltsicht der USA

El País: Los papeles del Departamento de Estado

Le Monde: Wikileaks: Dans les coulisses de la diplomatie américaine

Inhalte bisher:

  • Die USA haben ihre Diplomaten angewiesen, hochrangige UN-Vertreter auszuspionieren. Beschaffen werden sollten politische Pläne – aber auch biometrische Daten, technische Informationen über die Kommunikationssysteme, Passwörter für Verschlüsselungen, Kreditkartennummern, Telefonverzeichnisse und sicherheitsrelevante Daten. Auch über UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sollten Informationen gesammelt werden. Die Prioritäten kamen vom CIA.
  • Über Thomas de Maizière wird geschrieben, dass er in der Terrorbekämpfung weniger Enthusiasmus zeige als Schäuble. „Der neue deutsche Innenminister hat eine steile Lernkurve vor sich.“ Beim umstrittenen „Swift-Abkommen“, der systematischen Überwachung internationaler Banktransaktionen, führte eine intensive Lobbykampagne der Amerikaner dann aber u.a. mithilfe de Maizières zum gewünschten Ergebnis, der sich in Brüssel seiner Stimme enthielt und damit bewirkte, dass das neue Abkommen geschlossen werden konnte. Allerdings wolle er in der nächsten Phase nicht wieder diese Rolle spielen, „weil sie ihn in eine Position bringt, in der er sich nicht wiederfinden möchte: an der Seite der Vereinigten Staaten gegen deutsche Interessen zu stehen.“
  • Es wird offen ausgesprochen, dass russische Geheimdienste mit der organisierten Kriminalität im Land kooperierten. Ein Kabel nennt Russland einen virtual mafia state.
  • Israel und einige arabische Verbündete drängen die USA zu einem Militärschlag gegen den Iran. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak soll im Juni 2009 gesagt haben, es gebe ein “Zeitfenster von sechs bis 18 Monaten”, in dem ein militärisches Eingreifen zur Zerstörung der Nuklearanlagen im Iran günstig sei.
  • Amerikanische und südkoreanische Offizielle sollen mehrfach die Chancen eines vereinigten Korea diskutiert haben. Nach Einschätzung der US-Botschafterin in Seoul glauben die Südkoreaner, Chinas Zustimmung zur Entmachtung des Regimes in Pjöngjang lasse sich erkaufen.
  • Hinweise zum Einbruch in Rechner von Google und des Dalai Lama Anfang des Jahres: das chinesische Politbüro habe die Hacks organisiert. Ein chinesischer Kontakt der US-Botschaft in Peking berichtete ihr demnach im Januar, der Angriff, der dazu führte, dass Google sich zeitweise aus China zurückzog, sei eine koordinierte Aktion gewesen.
  • Die Einschätzung von Politikern aus aller Welt durch die amerikanischen Diplomaten, die sich wie die schlechte Besetzung einer Soap-Opera liest.

Quelle: http://cablegate.wikileaks.org/

Wikileaks wird die restlichen Memos nach und nach veröffentlichen. Mal sehen, ob sich noch interessante Meldungen finden, die in der hiesigen Nachrichtenlandschaft nicht erwähnt wurden.

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