Pressemeldungen zum Tod eines Terroristen

Screenshot: bild.de (02.05.11)

Screenshot: stern.de (02.05.11)

Abgesehen von der zum Teil bizarren Berichterstattung fern jeglicher Ethik und Vernunft, und der sowieso fragwürdigen Rechtslage von Bin Ladens Tötung, ist das Weltbild „Gut gegen Böse“ derartig naiv, dass man von Informationsvermittlung durch die Presse hier nicht mehr wirklich reden kann.

Weniger oberflächlich und propagandistisch betrachtet könnte man sich stattdessen z.B. die Frage stellen:

Warum aber wird ein Mensch eigentlich “Terrorist”? Geboren wird er mit diesem Verhalten jedenfalls nicht. Es würde die Grenzen dieses Kommentars sprengen, dem ausführlich nachgehen zu wollen, und es gibt einige Literatur dazu, aber: Abgesehen davon, daß Menschen, die Unrechtsregimen Widerstand leisten, gerne als “Banditen und Terroristen” (so auch nachzulesen in Berichten von Einsatzgruppen und Polizeieinheiten der Nationalsozialisten) gebrandmarkt werden, handelt es sich oft um Menschen, die sich angesichts tief empfundenen Unrechts auch in demokratischen Regimen nicht mehr anders als mit Gewalt zu helfen wissen. Da dann einfach nur rundheraus zu verurteilen, anstatt sich zu fragen, was mit einer Gesellschaft, von der sich manche Menschen “zur Gegengewalt gezwungen” fühlen, ist der falsche Ansatz; vielmehr müssten wir uns alle fragen, ob diese Gesellschaft in der Tat eine gerechte und lebenswerte ist.

Quelle: spiegelfechter.com – Tod eines „Terrorfürsten“

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