Gegenöffentlichkeit des 11. Septembers

Aus Telepolis: Leitmedien und die Gegenöffentlichkeit des 11. Septembers

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Leitmedien durch ihre Kritiklosigkeit die als Wahrheitsbewegung des 11. Septembers klassifizierte Bewegung mit aufgebaut haben. Dort, wo Medien umfassend und kritisch berichten, bedarf es auch keiner Gegenöffentlichkeit, die den Medien „Recherchevorschläge“ hinterherträgt.

Vorgeblich haben Medien ein unglaublich auflösungsstarkes Bild der Terroranschläge in den USA präsentiert. Doch wie auflösungsstark war es wirklich? Als der 9/11 Commission Report veröffentlicht wurde, überschlugen sich Medien geradezu, um ein für allemal klar zu stellen, dass die Terroranschläge vom 11. September nun endgültig aufgeklärt seien.

Keine Diskussion darüber, dass zunächst vonseiten der US-Regierung keine Interesse daran bestand, eine Untersuchung einzuleiten, keine Diskussion über die Gründe des Rücktritts von Henry Kissinger als Vorsitzender der Kommission, keine Diskussion über die mangelhaften Ressourcen, die der Kommission zur Verfügung gestellt wurden, keine Kritik an dem Verhalten der Regierungsmitglieder, von denen einige erst gar nicht, dann nur zu zweit, dann nur hinter verschlossenen Türen aussagen wollten, keine Diskussion darüber, dass wichtige Unterlagen zunächst zurückgehalten wurden oder nur einem Teil der Untersuchungsausschussmitglieder vorgelegt wurden, keine Rede von den Jersey Girls, dem Family Sterring Committee und dem Kampf der Hinterbliebenen um Aufklärung.

Sogar das „Geständnis“ eines angeblich 183 Mal dem Waterboarding unterzogenen Khalid Scheich Mohammed nutzten Leitmedien wie beispielsweise der Spiegel zur Untermauerung ihrer Wirklichkeitskonstruktion.

(…)

Wer als Journalist alleine schon in Anbetracht der Geschehnisse um die geheimen Armeen der NATO, Gladio bzw. Stay behind, die noch bis 1990 existiert haben, nicht in Betracht zieht, dass Terroranschläge andere Ursachen haben können als offiziell erklärt, handelt gegenüber seiner journalistischen Verpflichtung, zur Aufklärung beizutragen, unangemessen.

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All diese Beispiele und Überlegungen verweisen darauf, dass der Berichterstattung von Leitmedien bei Terroranschlägen, so bitter diese Erkenntnis auch ist, nicht getraut werden kann. Eine Hinterfragung der Informationen, wie sie vermittelt werden, ist zwingend notwendig. Terroranschläge führen nicht nur zu Bestürzung und Fassungslosigkeit der Menschen, die davon erfahren, sie führen auch in regelmäßig zu beobachtender Weise zum Kollaps einer kritischen, distanzierten und unabhängigen Berichterstattung. Leitmedien sind so sehr abhängig von den Informationen, die vonseiten der Politik kommen, dass eine eigenständige Meinung, die alle zu bedenkenden Möglichkeiten mit einbezieht, nicht gegeben ist.

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Wer feststellte, dass am 11. September diverse War Games stattgefunden haben, bei denen unter anderem das Simulieren von Flugzeugentführungen auf dem Programm stand, und daraufhin die ein oder andere Frage stellte, sah sich plötzlich von den Medien verdammt.

Hans Leyendecker, hochdekorierter Top-Rechercheur sagte in einem Artikel, in dem er gegen die unbequemen Fragesteller zu Felde zog:

Die Frage an sich, sie ist nicht mehr, was sie war, sie pervertierte über den Umweg der kritischen Nachfrage im allgemeinen Mediensalat und unter Beihilfe gewissenloser Verleger zur totalen Verschwörung.

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Doch 10 Jahre nach dem 11. September 2001 ist festzustellen, dass alle Versuche vonseiten der großen Medien die Gegenöffentlichkeit zu diffamieren und zu psychiatrisieren, nicht den gewünschten Erfolg aufzubieten vermochten. Erreicht wurde, dass der Begriff Verschwörungstheorie verbrannt ist, erreicht wurde, dass die Bezeichnung Verschwörungstheoretiker zu einem Schimpfwort erster Güte geworden ist. Aber die Zweifel und die Skepsis der Menschen rund um den Globus, die annehmen, nicht die volle Wahrheit über die Terroranschläge erfahren zu haben, sind geblieben – und sie sind heute wohl größer, oder zumindest: dezidierter als je zuvor.

Längst gibt es auch aufseiten der großen Medien eine partielle Bereitschaft, sich versachlicht mit dem 9/11 Truth Movement auseinanderzusetzen, wenngleich diese mehr als notwendige Bereitschaft zugleich noch immer von bestimmten Publizisten als schandhaft deklariert wird.

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Dabei soll und darf nicht unerwähnt gelassen werden, dass es im Lager der Gegenöffentlichkeit reichlich Angriffspunkte gibt und die Kritik der Medien zum Teil auch ihre Berechtigung hat.

Dass Teile der Gegenöffentlichkeit nachweislich bei ihren Recherchen geschlampt haben und Zusammenhänge falsch interpretiert bzw. überinterpretiert haben, liegt auf der Hand und wurde auch in der Spiegel-Titelgeschichte Ausgabe Nr. 37, vom 8.9.2003 Verschwörung 11. September – Wie Konspirationsfanatiker die Wirklichkeit auf den Kopf stellen thematisiert (hierzu eine Gegenstimme von Mathias Bröckers).

(…)

10 Jahre nach 9/11 wird es höchste Zeit, dass sich sowohl Skeptiker als auch Vertreter von Leitmedien Schwachstellen in ihren eigenen Darstellungen (die es auf beiden Seiten reichlich gibt) eingestehen, um endlich gemeinsam die Hürden, die offensichtlich einer kritischen publizistischen Aufarbeitung des 11. Septembers im Wege stehen, aus dem Weg zu räumen.

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