Copyright über alles?

Ein User namens Durden kommentiert den Artikel ACTA im ARD-Nachtmagazin von netzpolitik.org:

„(…) Bei ACTA geht es nicht um das Urheberrecht an sich, sondern um dessen Durchsetzung. Um es mit Lessig zu formulieren, nicht um “Copyright ja oder nein?”, sondern um “Copyright über alles?” Also um die Frage, welche Grundrechte wir aufgeben wollen, um das Urheberrecht durchzusetzen. Um soetwas der Allgemeinheit verständlich zu machen, muss man mit Analogien arbeiten. Der Vergleich mit der Post, die auch nicht dazu angehalten ist, illegale Pakete zu filtern, war deshalb gut.

Genauso muss man den Leuten verständlich machen, dass Urheberrechtsverletzungen nicht um (wortwörtlich) jeden Preis verfolgt werden müssen. So wie der Staat bspw. auch nicht alle Telefonanrufe mithört, nur um eventuelle Stalkinganrufe zu verhindern. Das Telekommunikationsgeheimnis ist an der Stelle einfach das höhere Gut. Durch ACTA soll aber genau jene Komplettüberwachung erfolgen, allein um Urheberrechtsverletzungen zu finden. Und wo soll das enden? Bereits heute werden auf Youtube Videos gelöscht, bei denen irgendeine Musik im Hintergrund läuft. (…)“

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