Deutungshoheit im Netz

Der „Twitter-Krieg“ um Gaza (idw-online, Prof. Demmelhuber)

So veröffentlichten die israelischen Streitkräfte über ihren offiziellen Twitter-Account (IDF) und Live-Blog (idfblog.com) mit Beginn der Kampfhandlungen Live-Bilder, Nachrichten und Videos, welche die Rechtmäßigkeit der Gewalt als Akt der Selbstverteidigung gegen aus dem Gaza-Streifen auf Israel abgefeuerte Raketen unterstreichen sollten (vgl. „Rocket Counter“ auf idfblog.com).

Gekontert wurden diese sowohl nüchternen als auch martialischen Statusmeldungen von der Hamas und ihr nahestehenden Gruppen mit Darstellungen von verletzten Kindern, Opfern unter der Zivilbevölkerung oder zerstörten zivilen Zielen inklusive martialischer Vergeltungsabsichten – ebenfalls über lebhafte Zuhilfenahme von Web 2.0-Medien und Plattformen.

„Das Internet ist weder gut noch böse“ (WDR 5, Prof. Marianne Kneuer)

Autokraten nutzen das Internet und soziale Medien, um ihre Gesellschaften zu kontrollieren. Sie entwickeln sehr subtile Methoden, indem sie zum Beispiel Netzspione ins Netz infiltrieren, die dann in Netz-Communities, in Facebook mitchatten und so Diskurse steuern oder auch kontrollieren und Netz-Dissidenten auch melden können.

Eine andere Methode sind die Micro-Blogs, die von Regierungen selbst installiert und genutzt werden, um den Bürgern gegenüber besonders modern, offen oder bürgernah zu erscheinen. Das wird gemacht, um das eigene System zu stützen und zu legitimieren.

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