Fullquote News: Fefe

Fünf Nachrichten der letzten Tage von Fefe’s Blog…

…zur Atomkraft:
Der IPPNW-Report zu Fukushima ist draußen. Falls hier jemand denkt, hey, Tokio ist noch nicht einem Godzilla aus dem Ozean zum Opfer gefallen, so schlimm kann das alles gar nicht gewesen sein. Achtung: unerfreuliche Lektüre.

…zum Bundestag:
Wie der Bundestag zu „Wasser ist ein Menschenrecht“ gestimmt hat. Der eine, der bei der Union dafür gestimmt hat, ist Peter Gauweiler. Der ist mir in letzter Zeit schon ein paar Mal positiv aufgefallen. Nanu? Altersmilde? Nur falls sich jemand Illusionen zu den Parteien machte, die wir in Deutschland am Start haben. Da haben die Nestle-Lobbyisten ganze Arbeit geleistet. Und das sind dann die Leute, die sich über Menschenrechtsverletzungen bei den Chinesen empören. Aber bei uns stimmen sie dann dafür, dass Menschen halt verdursten sollen, wenn sie sich Wasser nicht leisten können.

…zum Journalismus:
Hörempfehlung: DLF-Dossier, vergleicht deutsche Presseberichterstattung über Russland und die USA.

…zu Chavez:
Hugo Chavez ist an seinem Krebsleiden verstorben. Schade, der Mann hat viel für sein Land getan, ja der ganzen Region Selbstbewusstsein (und Kredite) gegeben. Er hat das Muster durchbrochen, dass arme Länder mit Rohstoffen vom Westen ausgebeutet werden und vom Profit nur Brotkrumen abkriegen. Er hatte genug Arsch in der Hose, um multinationalen Konzernen mit Verstaatlichung zu drohen — und das dann auch zu machen. Die Welt braucht mehr seines Kalibers. Ich werde auch die Hilflosigkeit vermissen, mit der die Presse ihn als Diktator und Populisten abzustempeln versucht hat. Chavez war Katholik aber war gegen den Papst. Vielleicht reformiert er ja jetzt im Himmel weiter :-)
Update: Greg Palast hat einen schönen Nachruf auf Chavez. Und im Gegensatz zu anderen hat der vorher mal die Fakten recherchiert und sich auch mal persönlich mit Chavez getroffen.

…zu Manning:
Wie kommt das eigentlich, dass das ehemalige Nachrichtenmagazin es nicht für nötig hält, Bradley Manning ordentlich zu thematisieren. Sie haben da Profit draus geschlagen, was der geleakt hat, und haben dann Profit aus der Wikileaks-Seifenoper gezogen und über den Assange-Bullshit berichten sie, aber über Bradley Manning — Tumbleweed. Crickets. Wo kommt dieser mangelnde Corpsgeist her? Begreifen die nicht, was das für zukünftige Whistleblower heißt, wenn die Amis jetzt an Bradley Manning ein Exempel statuieren? Wer wird denn jemals wieder dem Spiegel was leaken, wenn die schon in Sachen Wikileaks / Manning so wenig Hilfsbereitschaft zeigen. Ach was sage ich Hilfsbereitschaft, Empathie wäre ja schon mal was gewesen! Nicht mal zu einem belanglosen offenen Brief mit Durchhalteparolen haben sie sich durchringen können! Eine Schande.

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