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Wikileaks twittert:

The new sober cover of the Economist, which is controlled by Lynn de Rothschild, Clinton’s „loyal adoring pal“.

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Ein Kommentator ändert Bild und Schlagzeilen :)

– I fixed your cover for you, . @wikileaks

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Nelson Mandela (1918-2013)

Aus Nelson Mandelas Rede vor dem Gericht in Pretoria:

Ich habe mein ganzes Leben dem Kampf des afrikanischen Volkes gewidmet. Ich habe gegen weiße Vorherrschaft gekämpft, und ich habe gegen schwarze Vorherrschaft gekämpft. Ich habe das Ideal einer demokratischen und freien Gesellschaft in Ehren gehalten, in der alle Menschen in Harmonie und mit gleichen Chancen zusammenleben. Ich hoffe, für dieses Ideal leben und es verwirklichen zu können. Und wenn es sein muss, dann bin ich bereit, dafür zu sterben.

Ein kleiner Film von Amnesty International:

Direktlink

Die Sueddeutsche erinnert an die Einstellung konservativer Politiker im Westen und ihre Angst vor dem „schwarzen Terroristen“:

Ronald Reagan sprach sich gegen Nelson Mandelas Freilassung aus, Franz Josef Strauß begeisterte sich für die Rassentrennung. Konservative Politiker im Westen taten sich lange Zeit schwer mit der Gleichberechtigung der Schwarzen in Südafrika – und mit deren bekanntestem Verfechter.

(…) Noch 1987 bezeichnet Premierministerin Margaret Thatcher den ANC als „typische Terrororganisation“.

(…) In den USA (…) spürt er noch bis zum Jahr 2008 bei jeder Einreise, dass er einmal Persona non grata war: Bis zu diesem Zeitpunkt steht sein Name noch auf der internationalen Terrorliste der US-Regierung.

Dabei muss ich unweigerlich an die Haltung heutiger Konservativer gegenüber Menschen wie Julian Assange oder Edward Snowden denken. Mal schauen wie hier die Geschichte urteilen wird…

Der ecuadorianische Balkon

Südamerika unterstützt Ecuador im Fall Assange (ftd.de):

Ecuador erweitert seine Rückendeckung im Streit mit London: Nach den linksgerichteten Alba-Staaten um Venezuela hat jetzt ganz Südamerika seine Unterstützung zugesichert. Assange selbst fordert das Ende der „Hexenjagd“. (…)

Julian Assange makes his first public appearance in two months, ever since he took refuge in the Ecuadorian embassy in London. The WikiLeaks founder was granted political asylum on Thursday — a decision that ignited a wave of international responses, with the UK and Sweden opposing the verdict and Latin American countries strongly supporting Ecuador’s move.

Julian Assange appears on Ecuadorian embassy balcony (deutsche Synchronisation)

Dokumentarfilm: Kunst und Konspiration

Auf der Suche nach Information, machte er mit seinen Werken globale Verstrickungen von Politik, Industrie und Terrorismus sichtbar. Die Kunst von Mark Lombardi zeigt die Welt als Pfeildiagramm, akkurat gezeichnet und nachvollziehbar recherchiert.

Mareike Wegener hat einen Dokumentarfilm über den Künstler gedreht (hier der Trailer), der noch in ein paar Kinos gezeigt wird. Sie interpretiert sein Werk so:

Lombardis Kunst deutet den Weg aus der Misere: Wir dürfen unsere Augen nicht vor dem verschließen, was vor sich geht, uns nicht von Informationsfluten überrollen lassen und aus Überforderung und dem Gefühl der Machtlosigkeit in Angst erstarren.

(…) In einem Interview hat Julian Assange kürzlich gesagt, dass keine politische Theorie umfassend genug sein kann, solange es nicht genügend Informationen, bzw. Wissen darüber gibt, wie die Welt eigentlich funktioniert. Mark Lombardi zeigt uns in seinen „Narrative Structures“ wie die Welt funktioniert, indem er ein visuelles Modell jener Strukturen entwirft, die unser Leben bestimmen. Er zwingt uns, den Tatsachen ins Gesicht zu blicken und wird so irgendwie doch zu dem „Helden“, den unsere Zeit braucht.

Trailer: Mark Lombardi - Kunst und Konspiration

Poster: Real Fiction Films

Aus: Der Lombardi Code (daremag.de)

Eine Anekdote besagt, dass ein deutscher Offizier einmal vor Picassos Gemälde stand. Er fragt den Maler: „Haben Sie das gemacht?” Picasso entgegnet: “Nein, Sie.”

So widmet sich Lombardi den Urhebern des „größten Finanzskandals des Jahrhunderts“, wie die London Sunday Times berichtet, ausgeführt durch die „Weltbank des Verbrechens“: BCCI. Die Mutter aller Finanzskandale. (…)

Knapp achtzig Prozent der Akteure, die in Lombardis vorigen Zeichnungen auftauchen, verbergen sich darin. „What led to 9/11 were in that piece“, fasst Greg Stone zusammen.

Aus dem ARD-Kulturreport: M.L. – Künstler auf den Spuren der Mächtigen

The Assange Show: Episode 02

Eine muntere Gesprächsrunde bei Julian Assange.

Kulturphilosoph und Analytiker Slavoj Žižek trifft auf den ehemaligen Linken, jetzt konservativen Zionisten David Horowitz. Es geht um Palästina, Stalin und Obama, den Abstieg Europas und die Spannung zwischen Freiheit und Sicherheit…

Hier ein paar Fetzen daraus:

Slavoj Zizek glaubt zwar, dass wir die Autorität des Staates brauchen, der auch seine Geheimnisse haben darf. Man müsse der Staatsgewalt vertrauen, im Sinne von akzeptieren, dass der Staat bestimmte Dinge im Stillen und über die Köpfe der Masse hinweg entscheidet. So läuft das Spiel nun mal. Wenn aber dieses Vertrauen eindeutig missbraucht werde, wie in den bekanntgewordene Fällen der letzten Jahre, spiele so etwas wie Wikileaks eine sehr positive Rolle.

Assange stellt Horowitz die Frage ob es zur Bekämpfung des Terrors notwendig sei, dass man ein gigantisches Überwachungs- und sicherheitspolitisches System aufbaue, oder ob es eher ein „self-feeding system“ sei, dass sich gegenseitig am laufen hält, z.B. durch den „rotating door“-Effekt, also den Wechsel zwischen mächtigen Ämtern der Politik und lukrativen Posten der Wirtschaft. Horowitz relativiert die ungerechten Machtvorteile finanzstarker Gruppen:

„You have to think of many mafias and they are all on each others throats. And that’s what keeps us somewhat safe. (…)“

„People are the problem. (…) And people in government are just the same dangerous people with more power. That’s why we have the checks and balances.“

Assange redet auch über den Begriff der Freiheit und wie dieser missbraucht werde: „Honour bound to defend freedom“ stehe an einer Wand in Guantanamo Bay und „Camp Liberty“ nennt sich das Gefängnis in Irak (Anm. von mir: Siehe auch „Camp Justice“ oder die „Operation Enduring Freedom„).

Horowitz sagt, Obama habe einen kommunistischen Hintergrund, Slavoj Zizek erwidert, Stalin sei auch mal Priester und Literat gewesen… und Bush habe mal gesagt, dass er Putin in die Augen geschaut habe und daraufhin wusste, dass er ihm vertrauen könne… :)

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Ähnliche Artikel: The Assange Show: Episode 01

Wikileaks: GI-Files

Wikileaks hat heute Nacht mit der Veröffentlichung der „GI-Files“ begonnen. Rund fünf Millionen Mails des Nachrichtendienstes STRATFOR sollen Einblick in die Arbeit eines “privaten Geheimdienstes” (O-Ton Wikileaks) geben.

Der auch „Schatten-CIA“ genannte Konzern, der nach eigenen Angaben keine bestimmte Ideologie verfolgt, versorgt US-Regierungsbehörden und Kunden wie Lockheed Martin, Goldman Sachs, Bhopal’s Dow Chemical oder Coca Cola mit aktuellen, geopolitischen Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Die bisher veröffentlichten Mails zeigen, dass dabei womöglich auf dubiose bis illegale Methoden zurückgegriffen wird und fragwürdige Ziele verfolgt werden.

  The Global Intelligence Files exposes how Stratfor has recruited a global network of informants who are paid via Swiss banks accounts and pre-paid credit cards. Stratfor has a mix of covert and overt informants, which includes government employees, embassy staff and journalists around the world.

The material shows how a private intelligence agency works, and how they target individuals for their corporate and government clients. For example, Stratfor monitored and analysed the online activities of Bhopal activists, including the “Yes Men”, for the US chemical giant Dow Chemical. […]

WikiLeaks has built an investigative partnership with more than 25 media organisations and activists to inform the public about this huge body of documents. […] Important revelations discovered using this system will appear in the media in the coming weeks, together with the gradual release of the source documents.

Twitter tag: #gifiles

Pressekonferenz: Frontline Club

Via netzpolitik / Ähnliche Artikel: The Spy Files

Nachtrag:

Kanzleikompa schreibt zum Kontext:

Ebenso, wie große Teile des US-Militärs privatisiert wurden und obskure Firmen wie Blackwater [Anm. von mir: 2009 umbenannt zu Xe, seit 2011 zu Academi] groß machten, wurden unter Bush beträchtliche Teile der Geheimdienste outgesourced. Insbesondere aus der CIA wurden etliche Leute abgeworben, die ihr Wissen nun zum vielfachen Preis den Diensten von Außen her anbieten. Eine solche Firma ist STRATFOR, die ein weltweites Netz an konspirativ bezahlten Agenten unterhält.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • private Geheimdienste können sich der parlamentarischen Überwachung leichter entziehen, als staatliche.
  • Die Bosse dieser Einrichtungen sind mit Spitzenpolitikern eng verbandelt, die Wege kurz.
  • Die Elite kann sich die steuerfinanzierten Geheimdienstetats direkt in die Taschen schaufeln. Die USA geben für ihre Geheimdienste mehr Geld aus als Deutschland für die gesamte Bundeswehr.