coca cola

Monsanto

Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert

„Dokumentation über die Machenschaften des US-Konzerns Monsanto, der in der Gen-Forschung auf dem Sektor landwirtschaftliche Nutzpflanzen den Weltmarkt beherrscht. Skandalöse Verquickungen zwischen der Firma und wichtigen Politikern haben dem Konzern eine Art Weltmonopolstellung verschafft.“

1 Filminhalt

„(…) Als 1966 Wissenschaftler im Kanal von Snow Creek Fische aussetzten, waren diese bereits nach dreieinhalb Minuten tot. Ein interner Brief von Monsanto an seine Verkaufsleiter aus dem Jahr 1970 stellte in Bezug auf PCB klar, dass man sich die lukrativen Geschäfte durch die bekannten gesundheitlichen Gefahren nicht verderben lassen wolle und weiter daran festhalten würde.

(..) Über die Jahrzehnte ist PCB inzwischen jedoch zu einem weltweiten Problem geworden. Aufgrund der Fettlöslichkeit wird PCB bereits durch Hautkontakt vom Körper aufgenommen, zudem reichert es sich im Fettgewebe an, wodurch die Konzentration zum Ende der Nahrungskette (an der sich der Mensch befindet) immer weiter ansteigt. Selbst in den entlegensten Orten der Arktis konnte man PCB in Säugetieren und Fischen nachweisen.“

„(…) In den 60er Jahren versprühte die US-Army in Vietnam etwa 40 Millionen Liter Agent Orange, was etwa 400 kg purem Dioxin entspricht. Neben 3 Millionen durch Dioxin vergifteten Einheimischen, waren auch tausende US-Soldaten unter den Opfern. Monsanto entzog sich der Verantwortung und manipulierte Studien, die daraufhin zu dem Ergebnis kamen, dass Dioxin nicht krebserregend wäre. Dies hatte zur Folge, dass US-Behörden erkrankten Kriegsveteranen Entschädigungszahlungen verweigerten. Eine Überprüfung der von Monsanto finanzierten Studien durch Unabhängige fand nicht statt.“

„(…) Sobald Konzerne Saatgut zu ihrem Eigentum machen und dafür Lizenzgebühren kassieren können, kontrollieren sie faktisch auch die Lebensmittel. Die erste Revolution war in den 60er Jahren, als die industrielle Landwirtschaft in Indien eingeführt wurde, um den Bauern dadurch mehr Chemikalien verkaufen zu können.“

„In Mexiko stellte Ignacio Chapela von der University of California (Berkeley) fest, dass die DNA von genetisch veränderten Pflanzen in wilde Maispopulationen übergingen und es so zu einer transgenen Verunreinigung der Pflanzen kam, was Monsanto bis dahin als unmöglich bezeichnete. Chapelas Untersuchungen wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung kam es zu einer bislang nicht dagewesenen Hexenjagd gegen den Wissenschaftler. So wurden beispielsweise Briefe an die Redakteure der Zeitschrift und E-Mails an tausende Wissenschaftskollegen in aller Welt verschickt, in denen Chapela verleumdet wurde, um seiner Reputation zu schaden und damit seine für Monsanto unangenehmen Forschungsergebnisse als unseriös darzustellen. Die Absender der E-Mails gaben sich als angebliche Wissenschaftler mit den Namen Andura Smetacek und Mary Murphy aus. Bei einer Analyse der IP-Adresse von Smetacek stellte sich heraus, dass der Monsanto-Konzern hinter der Kampagne steckte und Murphy konnte zur PR-Agentur The Bivings Group zurückverfolgt werden, die im Auftrag von Monsanto tätig war. Das Beispiel gilt als Beleg, dass Monsanto auch nicht davor zurückschrecken würde, Kritiker mit allen Mitteln zu diffamieren und anonyme Schmutzkampagnen im Internet loszutreten.“

Liste von Firmen in Deutschland die Produkte von Monsanto verwendenmonsanto-produkte Bild via twitter (Unkorrekte Quellenangabe entfernt)

Wikileaks: GI-Files

Wikileaks hat heute Nacht mit der Veröffentlichung der „GI-Files“ begonnen. Rund fünf Millionen Mails des Nachrichtendienstes STRATFOR sollen Einblick in die Arbeit eines “privaten Geheimdienstes” (O-Ton Wikileaks) geben.

Der auch „Schatten-CIA“ genannte Konzern, der nach eigenen Angaben keine bestimmte Ideologie verfolgt, versorgt US-Regierungsbehörden und Kunden wie Lockheed Martin, Goldman Sachs, Bhopal’s Dow Chemical oder Coca Cola mit aktuellen, geopolitischen Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Die bisher veröffentlichten Mails zeigen, dass dabei womöglich auf dubiose bis illegale Methoden zurückgegriffen wird und fragwürdige Ziele verfolgt werden.

  The Global Intelligence Files exposes how Stratfor has recruited a global network of informants who are paid via Swiss banks accounts and pre-paid credit cards. Stratfor has a mix of covert and overt informants, which includes government employees, embassy staff and journalists around the world.

The material shows how a private intelligence agency works, and how they target individuals for their corporate and government clients. For example, Stratfor monitored and analysed the online activities of Bhopal activists, including the “Yes Men”, for the US chemical giant Dow Chemical. […]

WikiLeaks has built an investigative partnership with more than 25 media organisations and activists to inform the public about this huge body of documents. […] Important revelations discovered using this system will appear in the media in the coming weeks, together with the gradual release of the source documents.

Twitter tag: #gifiles

Pressekonferenz: Frontline Club

Via netzpolitik / Ähnliche Artikel: The Spy Files

Nachtrag:

Kanzleikompa schreibt zum Kontext:

Ebenso, wie große Teile des US-Militärs privatisiert wurden und obskure Firmen wie Blackwater [Anm. von mir: 2009 umbenannt zu Xe, seit 2011 zu Academi] groß machten, wurden unter Bush beträchtliche Teile der Geheimdienste outgesourced. Insbesondere aus der CIA wurden etliche Leute abgeworben, die ihr Wissen nun zum vielfachen Preis den Diensten von Außen her anbieten. Eine solche Firma ist STRATFOR, die ein weltweites Netz an konspirativ bezahlten Agenten unterhält.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • private Geheimdienste können sich der parlamentarischen Überwachung leichter entziehen, als staatliche.
  • Die Bosse dieser Einrichtungen sind mit Spitzenpolitikern eng verbandelt, die Wege kurz.
  • Die Elite kann sich die steuerfinanzierten Geheimdienstetats direkt in die Taschen schaufeln. Die USA geben für ihre Geheimdienste mehr Geld aus als Deutschland für die gesamte Bundeswehr.

World’s most valuable brand

In 2011, Apple has emerged as the most valuable brand in the world, ending the four-year reign of Google.

The annual BrandZ Global Brands survey tries to combine image and financial performance for its rankings: „Brand value is the financial value of a brand defined as the sum of all earnings that a brand is expected to generate.“

Biggest riser of all, not surprisingly, is Facebook (+246%), followed by chinese search engine Baidu (+141%). Besides that, many people are apparently still eating, drinking and smoking a lot of crap… ;)

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01. Apple – 153.285.000.000 Dollar
02. Google – 111,498 bn Dollar
03. IBM – 100,849 bn Dollar
04. McDonalds – 81,016 bn Dollar
05. Microsoft – 78,243 bn Dollar
06. Coca Cola – 73,752 bn Dollar
07. AT&T – 69,916 bn Dollar
08. Marlboro – 67,522 bn Dollar
09. China Mobile – 57,326 bn Dollar
10. General Electric – 50,318 bn Dollar

19. Deutsche Telekom – 29,774 bn Dollar
23. SAP – 26,078 bn Dollar
29. Baidu – 22,555 bn Dollar
35. Facebook – 19,102 bn Dollar