finanzkrise

Die „Spanienrettung“

Eine Nachricht vom spanischen Volk an das deutsche Volk…

Da ist viel Wahres dran und ein schöner Impuls zu mehr Solidarität. Ist Islands Umgang mit der Krise vielleicht ein Vorbild? Von den Nachdenkseiten:

Das Beispiel Island zeigt jedoch noch mehr. Es zeigt auch, dass das deutsche Austeritätsdogma auf den Müllhaufen der gescheiterten Ideologien gehört. Es zeigt, dass ein Staat sich in brenzliger Situation sehr wohl durch eine “schuldenfinanzierte” Stärkung der Konjunktur, durch eine Stärkung der Sozialsysteme, eine Regulierung der Finanzmärkte und eine Rücknahme der neoliberalen „Reformen“ retten kann. Es zeigt vor allem auch, dass ein Staat, der nicht seine Banken, sondern seine Bürger rettet, alles richtig macht. Diese Lektion darf in Europa nicht ungehört bleiben.

Ein Zitat von Bertolt Brecht / Aus dem Wikipedia-Artikel Strukturelle Gewalt (ein Konzept, das den klassischen Gewaltbegriff erweitert).

„Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw.

Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“

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Grafik: Deutsches Kapital in Spanien

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wie das Diagramm tatsächlich zu deuten ist, aber es wirkt auf mich wie eine ästhetische Metapher der Staatsschuldenkrise…

DE-MFI-Spanien

Quelle: rwer, Bundesbank via nachdenkseiten

Wobei der Begriff „Staatsschuldenkrise“ ja schlecht gewählt zu sein scheint. Die Wikipedia dazu:

An der Bezeichnung Staatsschuldenkrise wird u.a. von Peter Bofinger kritisiert, dass sie verschleiere, dass „wir eigentlich eine Krise der Finanzwirtschaft und der Banken haben, weil diese sich in Spekulationen statt in solider Kreditfinanzierung verausgabt haben“, was zur Finanzkrise ab 2007 geführt habe.(…)

Dabei werde übersehen, dass bei den finanzschwachen Ländern – mit Ausnahme von Griechenland – eine unsolide Haushaltspolitik nicht feststellbar sei. Die eigentliche Ursache für den Anstieg der Staatsverschuldung sei die Finanzkrise ab 2007 gewesen. Einer Korrektur der Fehlentwicklungen, die zur Finanzkrise geführt haben, werde zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Erklärungsmodelle zu Ursachen der Krise sind variantenreich und werden kontrovers diskutiert. Einer der weit verbreiteteren Ansichten zufolge handelt es sich um eine in erster Linie durch den Euro verursachte Krise. (…)

Mit Einführung des Euro wurden irische, spanische, italienische, portugiesische und griechische Anleihen plötzlich als so sicher angesehen wie deutsche Anleihen. Die Südeuropäer kamen plötzlich billiger an Geld, die Folge war ein vor allem im Immobilienbereich von Spekulationsblasen getriebener Wirtschaftsboom. Dies wiederum führte zu weit überdurchschnittlich starken Lohnerhöhungen, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Krisenländer verringerte. Da diese keine eigene Währung hatten, konnten sie die Überhitzung der Wirtschaft nicht stoppen.

Die reduzierte Wettbewerbsfähigkeit und damit einhergehenden nachhaltigen Leistungsbilanzdefizite der Krisenstaaten sind nach allgemeiner Auffassung eine wesentliche Ursache ihrer Schuldenkrisen.

Der Kampf ums Brot

via kfmw

Aus dem Transkript von Alternativlos #22 (Fefe spricht):

Da gibt es dann Aufstände. Dafür gibt es einen Namen innerhalb der Weltbank. Das nennt sich IMF Riot. Da kann man die Uhr nach stellen. In allen von diesen Ländern kommt es am Ende zu Ausschreitungen und das nennt sich IMF Riots. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, wenn die schon selber ein Wort dafür haben, dass sie Aufstände in der Welt auslösen. Dann darf man sich nicht wundern was jetzt in Griechenland passiert. Wenn wir die Schritte vergleichen, die ich gerade erwähnt habe, mit dem vergleichen was wir gerade unter der Überschrift von Sparmaßnahmen und Austerity verkaufen. Das ist genau das.

Sahra Wagenknecht: Krisenländer brauchen nicht unser Steuergeld, sondern einen regulierten Bankensektor (19.07.2012)

Es geht wieder nur um Hilfszahlungen, die Banken, Hedgefonds und private Großanleger vor Verlusten schützen sollen. Gleichzeitig erzählt die Regierung das Mantra von Haushaltsdisziplin, zwingt die Bundesländer, Polizisten und Lehrer zu entlassen, um die Schuldenbremse einzuhalten. (…)

Shaking Spain: ‚Take away people’s food & homes – expect violence‘

Fnord-Jahresrückblick 2011

Felix von Leitner, Frank Rieger: Von Atomendlager bis Zensus

Im Format einer lockeren Abendshow werden wir die Highlights des Jahres präsentieren, die Meldungen zwischen den Meldungen, die subtilen Sensationen hinter den Schlagzeilen.

Kommen Sie, hören Sie, sehen Sie! Lassen Sie sich mitreißen!

Direktlink, Torrent

Auf dem 28. Chaos Communication Congress (28C3) …ab Minute 8 funktioniert dann auch das Intro ;) Die Fnords der vergangenen Jahre findet ihr hier…

Fnord-Jahresrückblick 2010 (27C3)

Fnord-Jahresrückblick 2009 (26C3)

Fnord-Jahresrückblick 2008 (25C3)

2007 leider keine Fnords (24C3)

Fnord-Jahresrückblick 2006 (23C3)

Fnord-Jahresrückblick 2005 (22C3)

Fnord-Jahresrückblick 2004 (21C3)

Fnord-Jahresrückblick 2003 (20C3)

Viel Spaß :)