GB

More speech!

Fefe schreibt:

Zehn Minuten, die sich lohnen: Rowan Atkinson („Mr Bean“) hält eine Rede gegen die Zensurgesetze in Großbritannien. Wer den Mann nur aus seinen Sketchen kennt, wird sich über die eloquente Rede freuen und an dem schönen britischen Duktus delektieren. Und natürlich den Inhalt in sich aufnehmen.

Auch Telepolis dazu:

Rowan Atkinson ist ein britischer Fernsehkomiker, der mit sehr lustigen (Blackadder) und weniger lustigen Serien (Mr. Bean) auch hierzulande sehr bekannt wurde. In seiner Heimat erregt er derzeit weniger Aufsehen durch Unterhaltungsauftritte, als durch eine von ihm angeführte Kampagne zur Reform einer Vorschrift, die polizeiliche Festnahmen und gerichtliche Strafen bereits dann erlaubt, wenn sich jemand „kränkend“ äußert oder benimmt.

„For me the best way to increase societies resistance to insulting or offensive speech is to allow lot more of it. As with childhood diseases: you can better resist those germs to which you have been exposed.

(…) As President Obama said in an adress to the United Nations: ‚Laudable efforts to restrict speech can become a tool to silence critics or opress minorities. The strongest weapon against hateful speech is not repression it is more speech.‘

(…) Free speech can only suffer if the law prevents us from dealing with its consequences.“

Wunderbar!

Fnord-Jahresrückblick 2011

Felix von Leitner, Frank Rieger: Von Atomendlager bis Zensus

Im Format einer lockeren Abendshow werden wir die Highlights des Jahres präsentieren, die Meldungen zwischen den Meldungen, die subtilen Sensationen hinter den Schlagzeilen.

Kommen Sie, hören Sie, sehen Sie! Lassen Sie sich mitreißen!

Direktlink, Torrent

Auf dem 28. Chaos Communication Congress (28C3) …ab Minute 8 funktioniert dann auch das Intro ;) Die Fnords der vergangenen Jahre findet ihr hier…

Fnord-Jahresrückblick 2010 (27C3)

Fnord-Jahresrückblick 2009 (26C3)

Fnord-Jahresrückblick 2008 (25C3)

2007 leider keine Fnords (24C3)

Fnord-Jahresrückblick 2006 (23C3)

Fnord-Jahresrückblick 2005 (22C3)

Fnord-Jahresrückblick 2004 (21C3)

Fnord-Jahresrückblick 2003 (20C3)

Viel Spaß :)

From London to Libya

CC: bobaliciouslondon

In the face of the riots british Prime Minister David Cameron draws shortsighted conclusions, blaming a too weak police force and the free internet while others worry about democracy.

Meanwhile some countries in the Middle East have begun – perhaps only half-jokingly – to compare the current situation in England with western allegations towards Libya before the NATO started bombing the country in the process of allegedly protecting civilian opposition protesters.

Maybe they plays this PR game themselves now to ask: Why the double standards?

( 1 ) David Cameron: number10.gov.uk

Mr Speaker, everyone watching these horrific actions will be stuck by how they were organised via social media. Free flow of information can be used for good. But it can also be used for ill.

( 2 ) Jeff Jarvis: guardian.co.uk

If the UK government restricts social networking in answer to the riots, what separates it from the Arab tyrannies and China?

( 3 ) Hossein Ebrahimi: blogs.aljazeera.net

A member of Iran’s parliament, Hossein Ebrahimi, told the semi-official Fars news agency that Britain should allow a delegation of human rights monitors to examine the situation.

( 4 ) Libya’s Deputy Foreign Minister: ibtimes.com

These demonstrations show that the British people reject this government which is trying to impose itself through force. The United Nations Security Council and the international community should not stay with its arms crossed in the face of the flagrant violation of the rights of the British people.

Vgl. dazu netzpolitik.org: Prima Idee: Kommunikationsdienste in England ausschalten

Über Terrorkampf und Geld

Das Thema mal aus einer anderen Perspektive. Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert wie folgt:

„In verschiedenen Ländern werden derzeit die Staatshaushalte für das nächste Jahr erörtert. Deshalb sind Länder wie Frankreich, Großbritannien und die USA daran interessiert, auf die neuen Gefahren hinzuweisen, um ihren Geheimdiensten zusätzliches Geld für den Anti-Terror-Kampf zu sichern“, so Peressypkin am Mittwoch..

Auch der jemenitische Botschafter in Russland sagte: „Die weltweite Medienkampagne gegen den Jemen entspricht keineswegs dem Ausmaß der realen Bedrohung, die von den jüngsten Ereignissen in diesem Land ausgeht. Mit Sicherheit steckt jemand oder etwas hinter dieser Propaganda-Kampagne“.

Quelle: de.RIAN.ru

TIMES und die Kraft der Rhetorik

Wie kann man die skeptische, deutsche Bevölkerung von der Notwendigkeit des Afghanistankrieges überzeugen, damit die drittstärkste Truppe (nach USA und GB) nicht noch verloren geht?

Die rote Zelle der CIA hatte in ihrem geheimen PR-Papier jedenfalls konkrete Vorstellungen. Ein Rezeptvorschlag zur gezielten Manipulation der öffentlichen Meinung, auch in Deutschland.

Das erste Mal überzeugend umgesetzt wurden die Vorschläge zur Stereotypenbildung von der TIMES. Diese benutzte für ihren neuen Aufmacher einige Stilmittel, die kaum dem Informationsgewinn, sondern viel eher der Beeinflussung dienten. Mit einem schockierenden Bild auf dem Titel bekamen wir eine klare Antwort serviert: “What Happens if We Leave Afghanistan“(!?)

Es dauerte natürlich nicht lange bis das Bild auch in der heimischen Presse die Runde machte. Der SPIEGEL zum Beispiel berichtete eindrücklich über die Taten der Taliban an Kindern und Frauen. Schwarz-Weiß-Denken für Anfänger…

Bild bearbeitet, Original: Wikipedia

Illegale Kriege = Mehr Terror = !?

Eliza Manningham-Buller, die Ex-Direktorin des britischen Geheimdienstes MI5, bestätigte jetzt, was wir eh schon wussten.

Die angeblichen Gründe für den Einmarsch im Irak (Massenvernichtungswaffen und Verstrickung in 9/11), waren nicht existent. In der aktuellen Anhörung zur Irak-Invasion sagte sie aus, dass schon damals bekannt war, dass Saddam Hussein 2003 keine Bedrohung darstellte und mit den Anschlägen vom 11.9. nichts zu tun hatte. Im Gegenteil, die Gefahr, die angeblich bekämpft werden sollte, sei nur noch größer geworden…

Der „Irak-Dschihad“ sei ein wahres Geschenk für Terrorgruppen. Zudem sei durch den Krieg die muslimische Radikalisierung in Großbritannien erst gewachsen, sowie die Aufmerksamkeit von Afghanistan verlagert worden.

Wenn nun also sozusagen im Nachhinein und sehr diskret, im Vergleich zur massiven Berichterstattung vor dem Irak-Krieg, die Wahrheit ans Licht kommt, wie schon bei so vielen Kriegen zuvor, sollten wir uns nicht langsam über die wahren Hintergründe Gedanken machen? Denn vielleicht ist man einverstanden mit dem Leid anderer, um sich selbst zu schützen. So reagiert die menschliche Psyche wahrscheinlich auf Angst; Panik vor Terrorismus und der „Achse des Bösen“. Vielleicht nehmen manche die Lüge sogar bewusst in Kauf und wollen es gar nicht wissen, da sie glauben von dem erkämpften Wohlstand zu profitieren und keinerlei Ansporn verspüren etwas zu verändern. Aber wäre man immer noch einverstanden, wenn man wüsste dass es nur um den Reichtum und die Macht einiger weniger ginge, und dadurch vorallem die Verzweiflung und die Wut in anderen Ländern erst entsteht?

Vielleicht nimmt man den Mut zusammen einen anderen, einen gerechteren Weg einzuschlagen und hört auf sich dem Konzept vom ewigen Wirtschaftswachstum zu unterwerfen. Hört vor allen Dingen auf Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Jeder Mensch, als gesunder Egoist, wird in der Kooperation mit Mensch und den Ressourcen der Natur langfristig zu mehr Freude und Lebensqualität finden.

Abgesehen von der moralischen Vernunft, die uns doch als Menschen auszeichnet, würde es vielleicht auch dazu führen, dass manche selbstgeschaffenen „Probleme“, wie die Zerstörung unseres Lebensraums, Immigrationsströme oder die Wutspirale von Krieg und Terrorismus, an Energie verlieren und sich zum Positiven wenden.

Quellen: Guardian/Telegraph via telepolis