gesellschaft

Geplante Obsoleszenz unter Strafe

Von fefe:

Gute Nachrichten! Ab demnächst gibt es in der EU wieder Leuchtmittel, die 100 Jahre halten! Jedenfalls wenn Frankreich Ernst macht, denn Frankreich hat jetzt geplante Obsoleszenz als Betrugsdelikt unter Strafe gestellt. Sehr schön!

Ähnliche Artikel zuvor: Ein Hoch auf die Haltbarkeit!

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Eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr

FAZ Feuilleton: Demokratie im digitalen Zeitalter – Der Aufruf der Schriftsteller

Fünfhundertsechzig Schriftsteller aus der ganzen Welt, darunter fünf Literaturnobelpreisträger, protestieren mit einem internationalen Aufruf, den die F.A.Z. zusammen mit 31 anderen Zeitungen dokumentiert, gegen die systematische Überwachung im Internet durch Geheimdienste wie die amerikanische NSA. Sie rufen dazu auf, die Demokratie in der digitalen Welt zu verteidigen.

Die Unterzeichner, zu denen Umberto Eco, Tom Stoppard, Paul Auster, Jonathan Littell, J. M. Coetzee, Elfriede Jelinek, T. C. Boyle, Peter Sloterdijk und viele andere gehören, fordern, jeder Bürger müsse das Recht haben, mitzuentscheiden, in welchem Ausmaß seine Daten gesammelt, gespeichert und ausgewertet werden. Sie erinnern an die Unschuldsvermutung als zentrale Errungenschaft unserer Zivilisation und appellieren an die Vereinten Nationen, eine „Internationale Konvention der digitalen Rechte“ zu verabschieden.

Aus dem Aufruf:

„Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr. Deshalb müssen unsere demokratischen Grundrechte in der virtuellen Welt ebenso durchgesetzt werden wie in der realen.

  • Überwachung verletzt die Privatsphäre sowie die Gedanken- und Meinungsfreiheit.
  • Massenhafte Überwachung behandelt jeden einzelnen Bürger als Verdächtigen. Sie zerstört eine unserer historischen Errungenschaften, die Unschuldsvermutung.
  • Überwachung durchleuchtet den Einzelnen, während die Staaten und Konzerne im Geheimen operieren. Wie wir gesehen haben, wird diese Macht systematisch missbraucht.
  • Überwachung ist Diebstahl. Denn diese Daten sind kein öffentliches Eigentum: Sie gehören uns. Wenn sie benutzt werden, um unser Verhalten vorherzusagen, wird uns noch etwas anderes gestohlen: Der freie Wille, der unabdingbar ist für die Freiheit in der Demokratie.“

Auf Fefe’s Blog zum Thema Vorratsdatenspeicherung:

Sigmar Gabriel lobt auf Facebook den FAZ-Appell der Schriftsteller und kriegt dafür aber sowas von voll auf die Fresse von einmal allen Kommentatoren, dass es eine Freude ist. Achtung: Link geht zu Facebook!

Video: kulturzeit: Schriftsteller gegen Massenüberwachung

 

The poetry of the dancing bee

Aus My Dinner with Andre (1981). Der Ausschnitt endet vor dem Satz: „Are you ready for some dessert?“

Apropos Nachtisch… den Film gibt es in voller Länge auf YouTube :) Noch ein schönes Zitat daraus:

Do you know, in Sanskrit the root of the verb „to be“ is the same as „to grow“ or „to make grow“.

Aus dem Lexikon des internationalen Films:

Ein Dialogfilm, der in bewußter Beschränkung der Ausdrucksmittel eine vielschichtige und literarisch anspruchsvolle Meditation über existentielle, politische und künstlerische Probleme versucht. Ein Werk, das Aufmerksamkeit und Geduld erfordert, aber auch geistige Anregung vermittelt.

Obey by Temujin Doran

„We unite behind brands, behind celebrities, rather than behind nations. We have become more than nation states — we are corporation states.“

This is a film based on the book „Death of the Liberal Class“ by Chris Hedges.

It charts the rise of the Corporate State, and examines the future of obedience in a world of unfettered capitalism, globalisation, staggering inequality and environmental change.

The film predominantly focuses on US corporate capitalism, but it is my hope that the viewer can recognise the relevance of what is being expressed with regards to domestic political and corporate activity.

It was made completely of clips found on the web.

Via brainpickings:

British filmmaker and illustrator Temujin Doran has previously delighted and stimulated us with his visual love letters to language and illustration, his opinionated meditations on democracy and the art of protest, and his poetic documentaries about a small Arctic town and a dying occupation.

Doku: Minimal China

Eine tolle Doku, die von einer Subkultur in China erzählt…

Das moderne China ist ein großes Versprechen für rasanten Aufstieg und Wohlstand, dem alles untergeordnet wird. Schon die Jüngsten ordnen sich in den Strom der Geschwindigkeit ein. Doch der Druck zeigt schon jetzt seine Wirkung.

Während in Peking und Shanghai die Glaspaläste in die Höhe wachsen, werden die Widerstände immer größer. Gerade unter den Jugendlichen nimmt die Bereitschaft ab, sich dem brutalen Arbeitsethos zu unterwerfen. Im Techno finden sie eine Gegenbewegung.

ZDF.kultur via kfmw

techno-in-china

Die Entstehung des Rassismus

Die Annahme, es gebe mehrere Menschenrassen und von diesen seien manche weniger wert als andere, führt bis in die heutige Zeit zu Spannungen und Diskriminierungen. Vom Sklavenhandel über die Rassentheorien des 19. Jahrhunderts bis hin zur Apartheid — MIT OFFENEN KARTEN untersucht, warum es auch heute noch rassistische Vorurteile gibt, und entlarvt den Rassismus als ein kulturelles und politisches Konstrukt.

ARTE Mit offenen Karten – Die Entstehung des Rassismus

via daMax

Ein Hoch auf die Haltbarkeit!

Wow, das ist mal eine tolle Initiative, die direkt ins Herz unseres auf schnellen Konsum und Verbrauch von Waren bauenden Wirtschaftssystems zielt – „Reparaturcafés: Schrauben, löten, flicken“, wie der WDR berichtet. Und diese Reparaturcafés sind ein Mittel im Kampf gegen die sog. „geplante Obsoleszenz“, also die Konstruktion von Gegenständen derart, dass sie möglichst schnell (unnötig früh) kaputt gehen.

…von konsumpf.de

Reparatur-Links:

Wikipedia:

Geplante Obsoleszenz meint heute ein Teil einer Produktstrategie, bei der schon während des Herstellungsprozesses bewusst Schwachstellen in das betreffende Produkt eingebaut, Lösungen mit absehbarer Haltbarkeit und/oder Rohstoffe von minderer Qualität eingesetzt werden, die dazu führen, dass das Produkt schneller schad- oder fehlerhaft wird und nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden kann. (…) Im Fall der funktionellen Obsoleszenz dagegen bleibt das Produkt selbst zwar weiter funktionsfähig, kann aber durch neue Anforderungen, letztendlich doch nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden. Funktionelle Obsoleszenz findet man damit vor allem in schnellwüchsigen Branchen wie etwa der Computerbranche.