griechenland

Neusprech nachgefragt

Fefe-Fullquote:

Was tut man, wenn das Image so richtig doll verbrannt ist? Ihr wisst schon, so Blackwaterverbrannt? Na klar! Umbenennen!

Die Troika heißt jetzt „Institutionen“. Dann ist es nicht mehr die fiese, menschenverachtende, abscheuliche Troika, die die Griechen am ausgestreckten Arm verhungern lassen will, sondern es sind „die Institutionen“. Ja spitze!

Update: Tilo Jung hat mal nachgefragt:

FRAGE JUNG: Herr Jäger, war das ein Joke, dass Sie nicht mehr Troika sagen wollen?

JÄGER: Nein, das war kein Joke. Sie wissen, dass es einerseits Inhalte gibt und andererseits Begriffe, mit denen wir Inhalte umschreiben. Wenn es sich ergibt, dass im Zuge politischer oder gesellschaftlicher Entwicklungen Begriffe für obsolet gehalten werden, dann kann man sie durch neue ersetzen, das ist so ungewöhnlich nicht. Wenn es der Wunsch der griechischen Gesprächspartner ist, die Troika nicht mehr Troika zu nennen Ich muss hinzufügen: Der Begriff Troika ist in den Verträgen als solcher ja gar nicht genannt, der hat sich aus der Praxis in Griechenland heraus entwickelt. Wir haben diesen Begriff jetzt über viele Monate und Jahre benutzt. Wenn unsere griechischen Freunde auf diesen Begriff verzichten wollen, dann sind wir gerne dazu bereit was allerdings nicht im Umkehrschluss bedeutet, dass die Überprüfungsfunktion durch die drei beteiligten Institutionen davon in irgendeiner Weise berührt wäre.

ZUSATZFRAGE JUNG: Aber wenn ich die Griechen richtig verstanden habe, wollen sie ja diese Institution loswerden, nicht den Begriff dafür.

JÄGER: Das wäre eine ganz andere Frage. Das wird nicht gehen. Die Institutionen werden auch in Zukunft ihre Arbeit verrichten und ihre Aufgabe im Rahmen der vertraglichen Bestimmungen erfüllen müssen.

LOOOOOL (Danke, Jakob)

Philosophie: Deutschland gegen Griechenland

Monty Python zum Fußballduell zwischen Deutschland und Griechenland…

Mit dabei: Kant, Marx, Hegel, Schopenhauer, Schelling, Leipniz, Beckenbauer, Nietzsche, Heidegger, Jaspers, Heraklit, Plato, Apiktet, Aristoteles, Plotin, Epikur.

Monty Python

Weltjournal: Die globale Rebellion

Das ORF befasst sich mit der Occupy-Bewegung – immerhin eine halbe Stunde Sendezeit über Kritik und Widerstand am System, und das in einem staatlichen Fernsehsender…

Eine WELTJOURNAL-Reportage von Patrick Hafner, Alexander Steinbach und Tim Cupal zeigt die Hintergründe der Occupy-Bewegung und wie sie funktioniert.

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Zu Frontex

Sorry für den Full-Quote, aber das sollte man mal einfach so stehen lassen…

Der Europarat ist schockiert — SCHOCKIERT!!1! —, dass Griechenland das tut, was die EU ihnen gesagt hat, nämlich Flüchtlinge misshandeln und rausekeln. Das war ja genau der Grund, wieso wir die in der EU haben wollten. Wenn die Griechen nicht in der EU wären, hätten sie ja keinen Grund, die Flüchtlinge aus Afrika aufzuhalten, wenn die eh nicht nach Griechenland wollen sondern weiter nach Deutschland. Also haben wir Griechenland in die EU aufgenommen und ihnen gesagt, als Gegenleistung müssen sie die Flüchtlinge von Deutschland fernhalten, und die EU zahlt auch dafür. Guter Deal für alle Seiten, und Griechenland hat seinen Teil offensichtlich erfüllt. Die Meldung hier wird sicher keinerlei Auswirkungen haben, denn genau so wollten wir das ja haben. Niemand sollte dem Irrglauben folgen, dass es der EU um Menschenrechte geht. Der EU geht es darum, Flüchtlinge aus Afrika fernzuhalten, damit sie uns nicht unseren Reichtum wegnehmen können. „Festung Europa“, Sie hörten sicher davon. Die zuständige EU-Agentur heißt übrigens „Frontex“.

Quelle: Fefe’s Blog

Finanzkrieg und Revolte

Gedanken zur Finanzkrise, gelesen via spiegelfechter („Hellas Wahnsinn“) via wolfwetzel

»Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.«

Ein Zitat von US-Multimilliardär und Finanz-Warlord Warren E. Buffet, 2005. Nur zwei Jahre später fielen Banken wie Kartenhäuser zusammen – ein Nine/Eleven der Business Class.

(…)

Am Rand der Eurozone wird – in aller Öffentlichkeit – ein Exempel statuiert. Auf den Ehrenbühnen schaut man mit schaurig-geilen Blicken auf den noch ungewissen Ausgang. Exakt einen Tag nach dem 1. Mai werden die Diktate des IWF und der Europäischen Union im Detail öffentlich gemacht. Sei reichen von massiven Lohn- und Rentenkürzungen, über massive Angriffe auf Schutzrechte, bis zu Mehrwertsteuererhöhung und Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

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