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Fnord News Show 2015 (32C3)

Der Vollständigkeit halber ein Nachtrag vom Januar diesen Jahres…

Für Historiker: Die Fnords der vergangenen Jahre…

  1. Fnord-Jahresrückblick 2014 (31C3)
  2. Fnord-Jahresrückblick 2013 (30C3)
  3. Fnord-Jahresrückblick 2012 (29C3)
  4. Fnord-Jahresrückblick 2011 (28C3)
  5. Fnord-Jahresrückblick 2010 (27C3)
  6. Fnord-Jahresrückblick 2009 (26C3)
  7. Fnord-Jahresrückblick 2008 (25C3)
  8. 2007 – ausgefallen (24C3)
  9. Fnord-Jahresrückblick 2006 (23C3)
  10. Fnord-Jahresrückblick 2005 (22C3)
  11. Fnord-Jahresrückblick 2004 (21C3)
  12. Fnord-Jahresrückblick 2003 (20C3)
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Fnord-Jahresrückblick 2014

Die Fnord News Show 2014…

Im Format einer lockeren Abendshow werden wir die Highlights des Jahres präsentieren, die Meldungen zwischen den Meldungen, die subtilen Sensationen hinter den Schlagzeilen. Kommen Sie, hören Sie, sehen Sie! Lassen Sie sich mitreißen!

Direktlink

Die Fnords der vergangenen Jahre:

Fnord-Jahresrückblick 2013 (30C3)

Fnord-Jahresrückblick 2012 (29C3)

Fnord-Jahresrückblick 2011 (28C3)

Fnord-Jahresrückblick 2010 (27C3)

Fnord-Jahresrückblick 2009 (26C3)

Fnord-Jahresrückblick 2008 (25C3)

2007 – ausgefallen (24C3)

Fnord-Jahresrückblick 2006 (23C3)

Fnord-Jahresrückblick 2005 (22C3)

Fnord-Jahresrückblick 2004 (21C3)

Fnord-Jahresrückblick 2003 (20C3)

Eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr

FAZ Feuilleton: Demokratie im digitalen Zeitalter – Der Aufruf der Schriftsteller

Fünfhundertsechzig Schriftsteller aus der ganzen Welt, darunter fünf Literaturnobelpreisträger, protestieren mit einem internationalen Aufruf, den die F.A.Z. zusammen mit 31 anderen Zeitungen dokumentiert, gegen die systematische Überwachung im Internet durch Geheimdienste wie die amerikanische NSA. Sie rufen dazu auf, die Demokratie in der digitalen Welt zu verteidigen.

Die Unterzeichner, zu denen Umberto Eco, Tom Stoppard, Paul Auster, Jonathan Littell, J. M. Coetzee, Elfriede Jelinek, T. C. Boyle, Peter Sloterdijk und viele andere gehören, fordern, jeder Bürger müsse das Recht haben, mitzuentscheiden, in welchem Ausmaß seine Daten gesammelt, gespeichert und ausgewertet werden. Sie erinnern an die Unschuldsvermutung als zentrale Errungenschaft unserer Zivilisation und appellieren an die Vereinten Nationen, eine „Internationale Konvention der digitalen Rechte“ zu verabschieden.

Aus dem Aufruf:

„Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr. Deshalb müssen unsere demokratischen Grundrechte in der virtuellen Welt ebenso durchgesetzt werden wie in der realen.

  • Überwachung verletzt die Privatsphäre sowie die Gedanken- und Meinungsfreiheit.
  • Massenhafte Überwachung behandelt jeden einzelnen Bürger als Verdächtigen. Sie zerstört eine unserer historischen Errungenschaften, die Unschuldsvermutung.
  • Überwachung durchleuchtet den Einzelnen, während die Staaten und Konzerne im Geheimen operieren. Wie wir gesehen haben, wird diese Macht systematisch missbraucht.
  • Überwachung ist Diebstahl. Denn diese Daten sind kein öffentliches Eigentum: Sie gehören uns. Wenn sie benutzt werden, um unser Verhalten vorherzusagen, wird uns noch etwas anderes gestohlen: Der freie Wille, der unabdingbar ist für die Freiheit in der Demokratie.“

Auf Fefe’s Blog zum Thema Vorratsdatenspeicherung:

Sigmar Gabriel lobt auf Facebook den FAZ-Appell der Schriftsteller und kriegt dafür aber sowas von voll auf die Fresse von einmal allen Kommentatoren, dass es eine Freude ist. Achtung: Link geht zu Facebook!

Video: kulturzeit: Schriftsteller gegen Massenüberwachung

 

Lehren aus dem NSA-Skandal

Fefe gestern in der FAZ: Der Bauplan für ein sicheres Internet

(…) Wir müssen uns aber von der Vorstellung verabschieden, dass wir damit etwas gegen Geheimdienste tun können. Wir sollten daher über ihre Etats diskutieren. Unsere Schulen haben Schimmel an den Wänden, Schüler werden mit jahrzehntealten Büchern unterrichtet. Nachrichtendienste dagegen haben Budgets in Milliardenhöhe. Die Sparprogramme auf der einen, passen nicht zu den Spähprogrammen auf der anderen Seite.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse käme wohl zu dem Ergebnis, dass den Aufwendungen kaum messbare Erfolge gegenüberstehen. Es wäre eine historische und zivilisatorische Errungenschaft, würde Europa daraus den Schluss ziehen, die Dienste zu schließen. Andere Länder könnten daraus lernen.

Sehr gute Idee, „aber aber die Terroristen!1!!“

Jimmy Carter: „Amerika hat derzeit keine funktionierende Demokratie“

Fefe schreibt:

Die Jüngeren unter euch werden sich vielleicht gelegentlich fragen, wo eigentlich der gute Ruf der Demokraten in den USA herkommt. Wer nur Clinton und Obama kennt, der muss sich das in der Tat fragen, die hätten beide auch prima bei den Republikanern kandidieren können. Aber die Demokraten hatten mal einen Präsidenten, der das ganze Gefasel mit Menschenrechten und Gerechtigkeit ernst meinte, ein Erdnussfarmer, der mal in sozialem Wohnungsbau gewohnt hat. Jimmy Carter. Der hat sich kürzlich zum Status Quo geäußert, und zwar ausgerechnet auf der Atlantikbrücke, vor all den Pseudo-Patrioten und US-Arschkriechern!

Spiegel Online:

„Amerika hat derzeit keine funktionierende Demokratie“, sagte Carter am Dienstag bei einer Veranstaltung der „Atlantik-Brücke“ in Atlanta. (…) Carter hat wiederholt gewarnt, dass die Vereinigten Staaten durch die zu starke Beschränkung von Bürgerrechten ihre moralische Autorität einbüßten. (…) Er beklagte auch die wachsende politische Spaltung in den USA, den exzessiven Einfluss von Geld in US-Wahlkämpfen und die verwirrenden amerikanischen Wahlvorschriften. Der Ex-Präsident, dessen „Carter Center“ unter anderem weltweit Wahlbeobachtung betreibt, gab sich skeptisch, ob die Vereinigten Staaten die Maßstäbe, die das Center bei der Überprüfung von Wahlen anlegt, erfülle.

Obey by Temujin Doran

„We unite behind brands, behind celebrities, rather than behind nations. We have become more than nation states — we are corporation states.“

This is a film based on the book „Death of the Liberal Class“ by Chris Hedges.

It charts the rise of the Corporate State, and examines the future of obedience in a world of unfettered capitalism, globalisation, staggering inequality and environmental change.

The film predominantly focuses on US corporate capitalism, but it is my hope that the viewer can recognise the relevance of what is being expressed with regards to domestic political and corporate activity.

It was made completely of clips found on the web.

Via brainpickings:

British filmmaker and illustrator Temujin Doran has previously delighted and stimulated us with his visual love letters to language and illustration, his opinionated meditations on democracy and the art of protest, and his poetic documentaries about a small Arctic town and a dying occupation.