meinungsfreiheit

Zum medialen Umgang mit Trump

via Bildblog.de

How the media should be covering Donald J. Trump.
(facebook.com/GQ, Keith Olbermann, Video, 2:12 Minuten)
Der amerikanische Moderator Keith Olbermann hat sich mit einer vielbeachteten Videoansprache an die Medien gerichtet. Olbermann schlägt vor, die Liveberichterstattung von Trumps Reden einzustellen: „Use a delay, employ a team of fact checkers, play his rants, and each time he lies, stop the tape and state the facts. Do not participate in Trump’s propaganda game.“

Zitat Ende —

More speech!

Fefe schreibt:

Zehn Minuten, die sich lohnen: Rowan Atkinson („Mr Bean“) hält eine Rede gegen die Zensurgesetze in Großbritannien. Wer den Mann nur aus seinen Sketchen kennt, wird sich über die eloquente Rede freuen und an dem schönen britischen Duktus delektieren. Und natürlich den Inhalt in sich aufnehmen.

Auch Telepolis dazu:

Rowan Atkinson ist ein britischer Fernsehkomiker, der mit sehr lustigen (Blackadder) und weniger lustigen Serien (Mr. Bean) auch hierzulande sehr bekannt wurde. In seiner Heimat erregt er derzeit weniger Aufsehen durch Unterhaltungsauftritte, als durch eine von ihm angeführte Kampagne zur Reform einer Vorschrift, die polizeiliche Festnahmen und gerichtliche Strafen bereits dann erlaubt, wenn sich jemand „kränkend“ äußert oder benimmt.

„For me the best way to increase societies resistance to insulting or offensive speech is to allow lot more of it. As with childhood diseases: you can better resist those germs to which you have been exposed.

(…) As President Obama said in an adress to the United Nations: ‚Laudable efforts to restrict speech can become a tool to silence critics or opress minorities. The strongest weapon against hateful speech is not repression it is more speech.‘

(…) Free speech can only suffer if the law prevents us from dealing with its consequences.“

Wunderbar!

ACTA-Petition: Noch eine Woche

Genau eine Woche vor Ablauf der Frist haben tatsächlich über 52.000 Menschen die Petition gegen ACTA unterzeichnet…

Die Petition gegen Internetsperren von 2009, die zweitgrößte Bundestagspetition überhaupt, unterschrieben 134.015 Menschen. Die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung (2011) erreichte insgesamt 64.704 Unterschriften.

Kleines Budget → Kleines Transparent

ACTA-Petition knackt Halbzeitmarke

Die Petition des Deutschen Bundestags gegen ACTA haben mittlerweile über 25.000 Menschen unterzeichnet. Ungefähr 15.000 davon in den letzten sechs Tagen! Sollte die Petition noch die Marke von 50.000 Unterzeichnern erreichen, würde der Petent sogar vom Petitionsausschuss des Bundestags eingeladen und dürfte dort sein Anliegen persönlich vorbringen. Wenn ich es richtig verstanden habe, muss dies allerdings innerhalb der nächsten vier Tage passieren. Eher unwahrscheinlich, aber wer weiß…

Ich erinnere hier gern an die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung, die erst knapp vor Ablauf der Frist nochmal richtig in den Endspurt ging.

Grafik: AK Vorrat

Medienkritik: Anti-ACTA-Demos

Bei der Berichterstattung über die gestrigen 2. Anti-ACTA-Demos fiel auf, dass manche Medien die Forderungen des Protestes sehr einseitig beschrieben und die Teilnehmerzahlen viel zu gering bezifferten. Dazu schreibt Daniel Schwerd:

Nachdem die Medien vor zwei Wochen noch ziemlich ausführlich – wenn auch nicht immer zutreffend – über unsere Anti-ACTA-Proteste berichtet haben, hat sich das Bild bei den Demonstrationen gestern deutlich gewandelt. (…)

Die Tagesschau verortete die größte Demonstration in NRW nach Dortmund, mit 1500 Teilnehmern. Düsseldorf (mit 2000) und natürlich Köln mit über 3000 Teilnehmern wurden glatt unterschlagen. In den Tagesthemen begleitete ein Kamerateam 13jährige Schüler zu den Demos, und stellte das Ganze als “Jugendbewegung” dar. Immer wieder wurde betont, dass die Teilnehmer den ACTA-Text ja gar nicht kennen würden. (…)

Der Kölner Stadtanzeiger begeistert besonders. Er sprach ursprünglich von 700 Teilnehmern in Köln (mittlerweile, um ca. 11 Uhr, auf 2000 Teilnehmer geändert, im Cache bei Google noch sichtbar – lieber Stadtanzeiger, sieht das nach 700 Leuten aus? Hier geht der Demonstrationszug über den Ring – 6 Minuten lang Menschen: → YouTube Direktlink

Es ist vor allem der Ausdruck eines Missmutes gegen die Einschränkung unserer Grundrechte glaube ich. Etwas poetischer ausgedrückt: Es geht um die Freiheit unserer Gedanken im weiteren Sinne. Keiner möchte unter Generalverdacht gestellt oder beobachtet werden. Allein das Gefühl, dass es so sein könnte, verändert bereits das Verhalten und Denken. Freiheit statt dem Ruf nach mehr Sicherheit.

Ausserdem braucht es dringend ein neues, zeitgemäßes Schutzrecht geistigen Eigentums. Es sollte “normal” sein, sich Musik auf YT anhören zu können und dann zu entscheiden was man kauft. Oder Filme kostenlos in schlechterer Qualität im Netz gucken zu können und trotzdem noch ins Kino zu gehen.
Die großen Rechteinhaber werden daran nicht leiden, sondern es fördert letzlich sogar den Konsum, die eigentlichen Künstler und vielleicht unsere kulturelle Entwicklung (auch wenn sich daran zweifeln lässt ;)

Noch ein Nachtrag zum untenstehenden Kommentar… Ja, die Fußball-EM wird interessant. Mal sehen welches unliebsame Gesetz 2012 dran kommt. Welche Lobby macht das Rennen, welche Gipfeltreffen finden statt und was passiert mit Vorratsdatenspeicherung & Co?