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OZ

Walter Josef Fischer—known here in Hamburg, Germany, as OZ—was a fucking legend, even if most people could never pick him out of a crowd. Aged and slow with a worn, creased face and a hunch, he walked unseen with me through Hamburg as he painted walls and swore at trains. And yet, with his spray can, he’d changed the face of this city.

Up until his death last Thursday, the 64-year-old left his tag—a simple smiley face—hundreds of thousands times on local walls, sidewalks, roofs and lampposts.

via urbanshit.de

Zwei Betten

Das Hamburger Künstlerduo .wav baut zwei Betten in die Kästen der Stadtverwaltung, welche die Obdachlosen vom Schlafen auf den warmen Abluftgittern abhalten soll (Video der Aktion).

„In recent years the ventilation grilles in St. Pauli were the only place where homeless people could stay warm and sleep. In spring the exhaust from the ventilation grilles has been modified so it’s impossible to be used again by people needing a warm place to stay.“

In Köln sind „We are Visual“ noch bis zum 26. April im Kunsthaus Rhenania zu sehen.

ZWEI BETTEN wavBild: .wav

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Neue Nazis

Vergessen Sie die Springerstiefel, bitte! Schlagen Sie sich dieses Bild aus dem Kopf, dieses Bild eines Skinheads in Bomberjacke und hochgeschnürten Springerstiefeln, am besten mit weißen Senkeln.

Wenn Zeitungen über Rechtsextremismus schreiben, egal ob es um rassistische Gewalttaten geht oder um die neue Neonazi-Zentraldatei, um V-Leute oder das NPD-Verbot – immer zeigen sie dieses eine Foto: zwei gewienerte, schwarze Doc-Martens-Stiefel mit hohem Schaft und strahlend weißen Schnürsenkeln, die Person darüber ist weggeschnitten, die Stiefel stehen auf rauem Asphalt, ein paar Herbstblättchen sind noch zu sehen. Man kann das Foto fast eine Ikone nennen. Seit knapp anderthalb Jahrzehnten verbreitet die Nachrichtenagentur dpa diese Aufnahme, und Zeitungen, Fernsehsender und Online-Magazine verwenden es überaus gern.

Doch kaum ein Neonazi sieht noch so aus. Den Bilderbuchskin mit eben solchen Springerstiefeln gibt es praktisch nicht mehr. Weil aber Fotoredakteure weiterhin uralte Bilder zeigen – und damit die Vorstellungswelt ihres Publikums prägen -, erkennt heute die Öffentlichkeit viele Rechtsextremisten nicht mehr.

Der rechte Rand hat sich seit den Neunzigerjahren tief greifend gewandelt: Er hat sich zugleich radikalisiert und verbürgerlicht. Am einen Ende des Spektrums sind die sogenannten Autonomen Nationalisten entstanden, eine junge, äußerst gewaltbereite Strömung der Neonazi-Kameradschaften, die gezielt Polizisten, Journalisten oder politische Gegner angreifen. Am anderen Ende erstarkten die gemäßigten Rechtspopulisten, die sich bürgerlich-konservativ geben und aus vorgeblich freiheitlicher Motivation gegen den Islam hetzen.

…weiterlesen bei vocer.org: Vergessen Sie die Springerstiefel!

+ Ahoi Polloi zu Innenminister Friedrich

Natürlich ist Gewalt keine Lösung

Natürlich ist Gewalt keine Lösung. Aber in diesem Fall ist es die Polizei, die Gewalt ausübt, wenn sie friedliche Demonstranten präventiv mit Pfefferspray einsprüht; ist es die Regierung, die gewalttätig ist, wenn sie sich auch über millionenschwere Demonstrationen hinwegsetzt; sind es die Banken, die gewalttätig sind, wenn sie Menschen aus ihren Wohnungen werfen lassen und sie dennoch zur Abzahlung ihrer Hypothek zwingt.

Nach zweijährigem friedlichen Protestieren, nach etlichen Versuchen, mit Regierung und Banken zu Kompromissen zu kommen, wird auch der pazifistischste Bürger irgendwann handgreiflich. Das sollte man bedenken, wenn man wahllos über „Randalierer“ spricht.

Kommentar zum Artikel: Protest gegen Sparkurs: Straßenschlachten in Rom, Lissabon, Madrid und Barcelona (zeit.de)

Was macht eigentlich…

…der BND, wenn er nicht gerade auf ganzer Linie verkackt? Menschenschmuggel/handel (der Mann gab an, die Asiaten ohne Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland seien ihm von der Mitfahrzentrale vermittelt worden, also wird da wohl „Benzingeld“ geflossen sein). Als die Grenzer dann Nachfragen hatten, wollte er sich mit seinem BND-Dienstausweis freie Passage beschaffen.

Von Fefe. Außerdem da:

Die Amis und Kanada fühlen sich von den Fluglinien beim Schnüffeln ausgebremst. Die übermittelten Daten seien unzuverlässig. Daher braucht es jetzt (natürlich!) gesetzliche Verschärfungen!1!!

Die letzten zwei von Fefe

[l] Fnord des Tages: Crack ist jetzt verboten in Rio. Warte mal, werdet ihr jetzt vielleicht sagen, Crack war noch nicht verboten? Doch, schon, dieses Mal kommt das Verbot aber von den Drogenbossen.

„Crack has been nothing but a disgrace for Rio. It’s time to stop,“ said the drug boss in charge. He is Mandela’s second-in-command — a stocky man wearing a Lacoste shirt, heavy gold jewelry and a backpack bulging with $100,000 in drugs and cash.

Die sind da selber aufgewachsen in den betroffenen Gegenden und wollen das Elend nicht mehr mitansehen. Noch ist das erst einer der Drogenbosse.

For the ban to really take hold, it would need the support of the city’s two other reigning factions: the Amigos dos Amigos, or Friends of Friends, and the Terceiro Comando, Third Command.

Und wir reden hier nicht von Peanuts. Die Polizei schätzt, dass in Brasilien pro Tag bis zu 1,2 Tonnen Crack konsumiert werden. (Danke, Mathias)

[l] Norwegens Polizeichef tritt zurück, nachdem ein Regierungs-Report zu dem Brevik-Massaker zu dem Schluss kam, dass die Polizei großflächig versagt hat.
Das würde ich mir ja bei uns auch mal wünschen. Aber bei uns tritt ja keiner mehr zurück. Da wird einfach alles ausgesessen.

blog.fefe.de