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CIA finanzierte Animal Farm

Fefe-Fullquote: „Habt ihr Animal Farm mal gesehen? Die Verfilmung von dem George Orwell-Buch? Bestimmt. Aber wusstet ihr auch, dass die CIA den Film finanziert hat?“

The film version of George Orwell’s Animal Farm is 60 years old. As a new DVD version is released, we look at how the CIA help fund England’s first animated feature film. (…)

The CIA also thought it would be cheaper to make the film in England and believed, with good reason, that they would be able to keep the English animators in the dark about who was funding the film. In addition, they didn’t trust the political leanings of some American illustrators. And the British government was supposedly happy with a film full of anti-Russian propaganda at a time when the Cold War was in full blast. (…)

The one person who surely would not have been happy about it all would have been Orwell himself, not least for the way the ending to his novel was changed.

In Orwell’s pessimistic conclusion to Animal Farm, the pigs become indistinguishable from their human masters of old. In the optimistic CIA-approved ending to the film, the (non-pig) animals ask for help from the outside. They are helped, enabling them to crush the evil Stalin ruler. Some endings are more equal than others, it seems.

animalfarm all animals are equal

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Blackwater hat mal wieder einen neuen Namen…

Kurzes Public service announcement von Fefe:

PSA: Blackwater heißt jetzt nicht mehr Academi sondern „Constellis Holdings“.

Ähnliche Artikel: Blackwater is now named Xe

Oil Wars Animation

Ein toll animierter Informationsfluss zum Thema Peak Oil, also dem globalen Ölfördermaximum…

We can fall for the oil industry hype and keep ourselves chained to a resource that’s depleting and comes with ever increasing economic and environmental costs, or we can recognize that the days of cheap and abundant oil (not to mention coal and natural gas) are over.

(Direktlink via kfmw)

Fundierte, sowie ebenso gut aufbereitete Informationen auch in der arte-Sendung: „Mit offenen Karten – Das Erdölfördermaximum“

Die Lobby vor dem Strom

Aus der Presseschau mit Fefe:

Der Strom wird immer teurer, immer mehr Menschen können sich die Stromrechnung nicht mehr leisten.

Begründung laut Springer-Presse: die erneuerbaren Energien. Ich möchte daran erinnern, dass die Stromkonzerne immer noch Milliardengewinne einfahren.

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PR-Strategie des Deutschen Atomforums. Das Bild stammt aus den 2011 geleakten Papieren (PDF 9,2MB) der Lobbyagentur DAA (Siehe Lobbypedia).

Kritik an „Kony 2012“

kony-bin-laden-hitler

Original-Plakat der Kampagne
Kony, Bin Laden, Hitler

Seit ein paar Tagen rollt ein dramatisch aufgemachtes Video durch nahezu alle Ecken des Internets und gelangte so in kurzer Zeit zu millionenfachen Klicks und weltweiter Aufmerksamkeit, vor allem bei den jüngeren Nutzern sozialer Netzwerke.

Die virale Kampagne „KONY 2012“, in dessen Mittelpunkt das halbstündige Video steht, verfolgt vermeintlich die Absicht, den Kriegsverbrecher Joseph Kony mit Hilfe des Internets weltbekannt machen und so seine Verhaftung zu bewirken.

Joseph Kony ist Anführer der Lord’s Resistance Army, die in Uganda, der Zentralafrikanischen Republik, dem Kongo sowie dem Südsudan aktiv ist und seit 1987 geschätzte 66.000 Kinder entführt, versklavt und zu Soldaten gemacht hat.

Obwohl es natürlich befürwortenswert ist, Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen, wird die Organisation die hinter dem Video steckt, jedoch für ihre Forderungen, die manipulative Darstellungsweise und den Umgang mit Spendengeldern stark kritisiert…

So wird bemängelt, dass der Film nicht ebenfalls die Kriegsgräuel der anderen beteiligten Konfliktparteien wie der Sudanesische Volksbefreiungsarmee beleuchtet, sowie den Beitrag der schwierigen politischen Lage im Allgemeinen zur Anheizung des Konflikts unberücksichtigt lässt und so leichtfertig in gut und böse unterteile, ohne ein differenziertes Bild zu liefern. (…)

Weiter steht die verantwortliche Organisation Invisible Children Inc schon länger in der Kritik, viele der Spendeneinnahmen für Gehälter und Produktion neuer Filme auszugeben. (…)

Auch befürwortet die Organisation eine millitärische Intervention. So unterstützt Invisible Children inc die Armee Ugandas und die Sudan People’s Liberation Army, die beide ebenfalls mit Vorwürfen von Plünderungen und Misshandlungen konfrontiert sind.

(Wikipedia.de: Kony 2012)

Aber man kann auch Positives sehen…

Sieht man über die offensichtlichen Unzulänglichkeiten der Macher hinweg und KONY 2012 lediglich als einen Versuch, ein größeres und gerade in den westlichen Medien häufig vergessenes Thema wieder in die Öffentlichkeit zu rücken, quasi als einen “Test der globalen Internetkultur” (Wired), ist das Projekt durchaus ein Erfolg: Neben den reflexartigen Unterstützern sind es gerade auch die kritischen Stimmen, die zeigen, wie das Internet auch komplexe Themen differenziert und reflektiert.

(Zeit.de: Mit Social Media gegen den Völkermörder?)

Nachtrag 10. März:

Der Verdacht liegt nahe, dass hier im großen Stil pro-amerikanische Propaganda von Seiten US-amerikanischer Politiker betrieben wird. (…) Propaganda oder auch Edward Bernays jüngerer Clou, die PR, sieht Aufklärung im Sinne von Bildung mündiger Gedanken nicht vor. Geglaubt wird, was vermittelt wird.

(Netzpiloten.de: Von PR, Propaganda und dem Hype um einen Schlächter)

Wenn der Verdacht der politischen Propaganda auftaucht, hilft es manchmal sich die Berichterstattung der „anderen Seite“ anzuschauen… Zum Thema „Kony 2012“ und dem militärischen US-Engagement in Uganda berichtet Russia Today:

Kony? What about America’s war criminals?

Pepe Escobar: Oil behind US nose poking in Uganda

Der Journalismus gehört nicht den Parteien

55 Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich protestieren öffentlich gegen die Personalpolitik ihrer Geschäftsführung – per Video auf YouTube.

„Die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die in der Verfassung garantiert ist, lassen wir uns nicht nehmen, weder durch parteipolitische Wünsche noch durch die offenkundige Bereitschaft der ORF-Geschäftsführung solche Wünsche zu erfüllen.“

Grund für die Empörung ist die Ernennung eines PR-Mann, mit bedenklicher Nähe zur Politik, zum Büroleiter, dem wichtigsten Mitarbeiter des Generaldirektors. Die Ernennung kann als nachträgliches Dankeschön gesehen werden, da dieser bei der Wiederwahl des Generaldirektors vom Aufsichtsgremium für die maßgebliche Unterstützung der regierenden Sozialdemokratischen Partei sorgte.

Parallel gab es eine Unterschriftenaktion, an der sich ca. 1300 (von 1500) hauptberufliche ORF-Journalisten beteiligten.

Direktlink