vernunft

„Meister Yodas Ende“

Der neben Hagen Rether vielleicht beste und schärfste, politische Kabarettist Deutschlands, Georg Schramm — 1949 als Arbeiterkind geboren, Zeitsoldat, Bester im Einzelkämpferlehrgang, jedoch „charakterliche Nichteignung“ zum Offizier, Studium, Psychologe für 12 Jahre, Betriebsrat, fast ÖTV-Gewerkschaftssekretär, Auszeit, Neustart — ist jetzt mit seinem wortgewaltigen und vielfältigen Programm, „Meister Yodas Ende – Über die Zweckentfremdung der Demenz“, im Fernsehen zu sehen. :))

Lothar Dombrowski ist aus der Anstalt ausgebrochen. Es gilt eine Botschaft unter die Menschen zu bringen. Für tatenloses Grübeln ist der globale Niedergang schon zu weit fortgeschritten.

„Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.“ — Papst Gregor, 7 Jh.

Diesen Sonntag auf 3sat Georg Schramm, 25. Sept. – 20.15 Uhr. Zuvor am Samstag schon der kontemplativ-aufrüttelnde Höhepunkt mit Hagen Rether, 24. Sept. – 21 Uhr.

Georg Schramm „Meister Yodas Ende“ Teil 2/7

etc.

Drucker August’s letzter Satz: „Krache lasse muss mers. Krache lasse, des isses, verstehse? Bombenkracher, so gehts!“

Vergessene Alltagsweisheiten

  • Heute: Gewalt erzeugt Gegengewalt.

Baltasar Garzón, äußerte kurz vor Beginn des Afghanistankrieges, auf wunderbare Weise seinen Schmerz darüber, wie irrsinning ein Krieg gegen den Terror ist, und wie erschreckend schweigsam die westlichen Gesellschaften sich in die sogenannten „Koalition der Willigen“ im Kampf gegen die „Achse des Bösen“ einreihen.

Nicht nur dass dem Krieg um Rohstoffe jede rechtliche Grundlage fehlt – die Angriffe auf Afghanistan und Irak wurden ja sogar noch durch die Lüge über Massenvernichtungswaffen und mit 9/11 begründet – er ist auf der Suche nach Frieden auch kontraproduktiv. Die naive Idee „einer Endlösung des Terrorismus“ ist nichts weiter als ein Vorwand, der schrecklicherweise auch noch das genaue Gegenteil bewirkt.

Interessant ist auch sein Kommentar zu den Ereignissen vom 11. September selbst. Aus Sicht eines Untersuchungsrichters stellt das Attentat eine Straftat dar und sollte daher auch als eine solche behandelt werden. Dass aber keine unabhängigen Richtern, sondern politische Personen die Ermittlungen durchführten und Beweise nicht öffentlich gemacht wurden, sondern einfach geglaubt werden sollen, ist schlicht illegal.

Garzóns utopische Gedanken führen, wie man sich schon denken kann, zu dem Fazit, dass Frieden und Freiheit auf Dauer nur durch Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit, Toleranz, Menschenrechte und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit erreicht werden können.

Sein konkreter Vorschlag dazu ist eine internationale Konvention zum Terrorismus…

Ein toller Text. Hier lesen! :)

Quelle: elpais.com / zeit.de / Bild: Rob Weir