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Medienpräsenz Trumps

Via bildblog.de:

Die Medien und der Donald: Wer macht den Trump? (ndr.de, Andrej Reisin)

Haben die Medien Schuld an Donald Trumps Aufstieg? So viel Medienpräsenz wie Trump hatte noch keiner. Laut „New York Times“ vereinte Trump nahezu doppelt so viel unbezahlte Sendezeit auf sich wie alle anderen republikanischen Kandidaten im Vorwahlkampf zusammen.

Jimmy Carter: „Amerika hat derzeit keine funktionierende Demokratie“

Fefe schreibt:

Die Jüngeren unter euch werden sich vielleicht gelegentlich fragen, wo eigentlich der gute Ruf der Demokraten in den USA herkommt. Wer nur Clinton und Obama kennt, der muss sich das in der Tat fragen, die hätten beide auch prima bei den Republikanern kandidieren können. Aber die Demokraten hatten mal einen Präsidenten, der das ganze Gefasel mit Menschenrechten und Gerechtigkeit ernst meinte, ein Erdnussfarmer, der mal in sozialem Wohnungsbau gewohnt hat. Jimmy Carter. Der hat sich kürzlich zum Status Quo geäußert, und zwar ausgerechnet auf der Atlantikbrücke, vor all den Pseudo-Patrioten und US-Arschkriechern!

Spiegel Online:

„Amerika hat derzeit keine funktionierende Demokratie“, sagte Carter am Dienstag bei einer Veranstaltung der „Atlantik-Brücke“ in Atlanta. (…) Carter hat wiederholt gewarnt, dass die Vereinigten Staaten durch die zu starke Beschränkung von Bürgerrechten ihre moralische Autorität einbüßten. (…) Er beklagte auch die wachsende politische Spaltung in den USA, den exzessiven Einfluss von Geld in US-Wahlkämpfen und die verwirrenden amerikanischen Wahlvorschriften. Der Ex-Präsident, dessen „Carter Center“ unter anderem weltweit Wahlbeobachtung betreibt, gab sich skeptisch, ob die Vereinigten Staaten die Maßstäbe, die das Center bei der Überprüfung von Wahlen anlegt, erfülle.

Habemus popstar

Kommentar von Fefe dazu…

Tausende bis Zehntausende neue Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, diesmal Mädchen in den Niederlanden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchungskommission.

Wieso ist eigentlich überall in den Medien Top-Thema, dass die noch keinen Papst gewählt haben? Wieso ist nicht Top-Thema, dass die katholische Kirche zerschlagen und ihr Reichtum unter den Armen verschenkt wurde?

Im Gegensatz zur BILD-Kampagne „Wir sind Papst!“ oder die Papst-Popstar-Poster

Das Titanic-Magazin: Katholiken aufgepaßt!

Sie sind katholisch, haben aber noch keine Wahlbenachrichtigung im Briefkasten gefunden? Dann wird es höchste Zeit! Das können Sie noch tun:

  • Verlangen Sie bei ihrem Einwohnermeldeamt Einblick ins Wählerregister (notfalls mit Waffengewalt)
  • Zahlen Sie die hinterzogene Kirchensteuer nach
  • Gehen Sie in sich. War da nicht etwas, das Sie bei Ihrer letzten Beichte „vergessen“ haben?
  • Machen Sie einem Kardinal schöne Augen. Vorsicht! Mindestalter unbedingt beachten (des Kardinals)
  • Schauen Sie in den Spiegel. Schwebt da nicht ein Heiligenschein über Ihnen? Dann sind SIE der neue Pontifex! Der Herr stehe Ihnen bei

PS: Briefwahl ist leider nicht möglich, die Dinger am Kirchenportal nennt man Opferstöcke

Die Top-5-Geldgeber von Obama und Romney

Das Kraftfuttermischwerk schreibt:

In den USA ist Wahlkampf. Anders als hier bedeutet das erstmal, dass eine gute Position derjenige inne hat, der die meisten Spendengelder zu akquirieren weiß. Hier die jeweiligen Top-5-Spender von Obama und Romney im Vergleich. Ein Schelm, der Böses dabei vermutet.

OpenSecrets.org ist ein Datenbankprojekt vom Center for Responsive Politics, eine gemeinnützige, überparteiliche Forschungsgruppe, welche die Auswirkungen von Geld und Lobbying auf die Politik und Wahlen untersucht…

Wahlkampfspende Obama Romney

Die „gelenkte“ Demokratie

Petros Efthymiou, OSZE Wahlbeobachter – tagesthemen (05.12.11)

Der Wahlkampf wurde massiv zugunsten der Regierungspartei beeinflusst. Die Wahlleitung war nicht unabhängig. Fast alle Medien waren parteiisch. Und es gibt Hinweise, dass Wahlzettel gleich stapelweise in die Urnen gestopft wurden.

Lëtzebuerger Journal – Gelenkte Demokratie? Nein, danke! (06.12.11)

Die Russen wollen keine „gelenkte Demokratie“ – so kann man zumindest das Wahlergebnis der russischen Parlamentswahlen von Sonntag interpretieren. (…) Als sicher gilt zwar, dass Putin im März nächsten Jahres nach seinem Intermezzo als Premier für weitere sechs Jahre zum Präsidenten gewählt wird; doch in Umfragen sinkt Putins Popularität, während umgekehrt der Personenkult um den 59-jährigen Ex-Spion zunimmt. (…) Medwedjew hat in seiner Amtszeit bezeichnenderweise Verfassungsänderungen bewirkt, die Putin zugute kommen. So wurde die Amtszeit des Präsidenten von vier auf sechs Jahre verlängert. Damit könnte Putin bis zum Jahr 2024 an der Macht bleiben. Er wäre dann 72 Jahre alt und nach dem Diktator Josef Stalin der am längsten regierende Herrscher im Kreml.

Ingo Mannteufel – Anfang vom Ende der „gelenkten Demokratie“ (04.12.11)

Eine geschickt gesteuerte Medienkampagne erzeugte das Image von Putin als einem „nationalen Führer“, der über der alltäglichen Politik stand. Wahlen waren folglich reine Akklamationsveranstaltungen für Putin oder die von ihm benannten Personen oder Parteien. Deshalb nahm eine deutliche Mehrheit der Russen Fälschungen für „Geeintes Russland“ einfach hin. (…) Die spannende Frage lautet nach der Dumawahl, ob die üblichen Instrumente noch bis zum entscheidenden Wahlsonntag im März 2012 reichen werden, wenn Putin wieder zum Präsident Russlands gewählt werden will, oder ob er verstärkt auf Repression setzen muss, um seine Wahl zu garantieren.

Focus.de – Gorbatschow fordert Annullierung der Putin-Wahl (07.12.11)

„Die Ergebnisse spiegeln nicht den Willen des Volkes wider“, sagte Gorbatschow der Nachrichtenagentur Interfax. Daher könne die Staatsführung „nur eine Entscheidung treffen – die Ergebnisse für nichtig erklären und neue Wahlen abhalten“. In den staatlichen russischen Medien wurden die Kundgebungen der Opposition vom Dienstag totgeschwiegen.

Bild: heart industry

Berlin-Wahl: Die PARTEI ist dabei

„Ich glaube nicht, dass wir inhaltsleerer und populistischer sind als andere Parteien. Wir haben ein Plakat auf dem steht: ‚Inhalte überwinden‘. Ich glaube, dass das der Trend der Zeit ist. Wir sind die modernste und populistischste Partei und ich hoffe, dass wir damit die Herzen der Wähler in dieser Stadt erringen können.“

Martin Sonneborn: Die PARTEI auf Listenplatz 13