wikileaks

Providence — a short film featuring Bradley Manning’s voice

A few days ago the Freedom of the Press Foundation published the full, previously unreleased audio recording of Bradley Manning’s statement to the military court in Ft. Meade about his motivations for leaking over 700,000 government documents to WikiLeaks including the so-called Collateral Murder video. Laura Poitras‘ short film combines his statement with the original footage:

Direktlink

From the Freedom of the Press Foundation:

He explains to the military court in his own cadence and words how and why he gave the Apache helicopter video, Afghanistan and Iraq Wars Logs, and the State Department Diplomatic Cables to WikiLeaks.

Manning explains his motives, noting how he believed the documents showed deep wrongdoing by the government and how he hoped that the release would „spark a domestic debate on the role of the military and our foreign policy in general as it related to Iraq and Afghanistan.“

(…) We hope this recording will shed light on one of the most secret court trials in recent history, in which the government is putting on trial a concerned government employee whose only stated goal was to bring attention to what he viewed as serious governmental misconduct and criminal activity.

Fullquote News: Fefe

Fünf Nachrichten der letzten Tage von Fefe’s Blog…

…zur Atomkraft:
Der IPPNW-Report zu Fukushima ist draußen. Falls hier jemand denkt, hey, Tokio ist noch nicht einem Godzilla aus dem Ozean zum Opfer gefallen, so schlimm kann das alles gar nicht gewesen sein. Achtung: unerfreuliche Lektüre.

…zum Bundestag:
Wie der Bundestag zu „Wasser ist ein Menschenrecht“ gestimmt hat. Der eine, der bei der Union dafür gestimmt hat, ist Peter Gauweiler. Der ist mir in letzter Zeit schon ein paar Mal positiv aufgefallen. Nanu? Altersmilde? Nur falls sich jemand Illusionen zu den Parteien machte, die wir in Deutschland am Start haben. Da haben die Nestle-Lobbyisten ganze Arbeit geleistet. Und das sind dann die Leute, die sich über Menschenrechtsverletzungen bei den Chinesen empören. Aber bei uns stimmen sie dann dafür, dass Menschen halt verdursten sollen, wenn sie sich Wasser nicht leisten können.

…zum Journalismus:
Hörempfehlung: DLF-Dossier, vergleicht deutsche Presseberichterstattung über Russland und die USA.

…zu Chavez:
Hugo Chavez ist an seinem Krebsleiden verstorben. Schade, der Mann hat viel für sein Land getan, ja der ganzen Region Selbstbewusstsein (und Kredite) gegeben. Er hat das Muster durchbrochen, dass arme Länder mit Rohstoffen vom Westen ausgebeutet werden und vom Profit nur Brotkrumen abkriegen. Er hatte genug Arsch in der Hose, um multinationalen Konzernen mit Verstaatlichung zu drohen — und das dann auch zu machen. Die Welt braucht mehr seines Kalibers. Ich werde auch die Hilflosigkeit vermissen, mit der die Presse ihn als Diktator und Populisten abzustempeln versucht hat. Chavez war Katholik aber war gegen den Papst. Vielleicht reformiert er ja jetzt im Himmel weiter :-)
Update: Greg Palast hat einen schönen Nachruf auf Chavez. Und im Gegensatz zu anderen hat der vorher mal die Fakten recherchiert und sich auch mal persönlich mit Chavez getroffen.

…zu Manning:
Wie kommt das eigentlich, dass das ehemalige Nachrichtenmagazin es nicht für nötig hält, Bradley Manning ordentlich zu thematisieren. Sie haben da Profit draus geschlagen, was der geleakt hat, und haben dann Profit aus der Wikileaks-Seifenoper gezogen und über den Assange-Bullshit berichten sie, aber über Bradley Manning — Tumbleweed. Crickets. Wo kommt dieser mangelnde Corpsgeist her? Begreifen die nicht, was das für zukünftige Whistleblower heißt, wenn die Amis jetzt an Bradley Manning ein Exempel statuieren? Wer wird denn jemals wieder dem Spiegel was leaken, wenn die schon in Sachen Wikileaks / Manning so wenig Hilfsbereitschaft zeigen. Ach was sage ich Hilfsbereitschaft, Empathie wäre ja schon mal was gewesen! Nicht mal zu einem belanglosen offenen Brief mit Durchhalteparolen haben sie sich durchringen können! Eine Schande.

29C3 Keynote: Not My Department

(Di­rekt­link)

Auf heise fin­det sich eine Zu­sam­men­fas­sung des Vor­trags:

Alternative gesellschaftliche Strukturen unter anderem mithilfe freier Software aufzubauen, fordert Jacob Appelbaum. (…) In den USA etwa sei mittlerweile jeder den „Tentakeln“ des Überwachungsstaats ausgesetzt, malte der Aktivist ein düsteres Szenario. Wenn in sogenannten Demokratien die demokratische Kontrolle und Gewaltenteilung nicht mehr funktioniere, sei es an der Zeit, einem solchen System eigene positive und auf die Dauer wirksame Ansätze entgegenzustellen. (…)

Der 29C3, der bis zum 30. Dezember dauert, steht unter dem Motto „Not my department“. Der Veranstalter, der Chaos Computer Club (CCC) spielt damit auf eine Persiflage der opportunistischen Haltung des Ingenieurs Wernher von Braun an. Wenn die Raketen erstmal oben seien, wen schere es dann, wo sie runterkommen, legte US-Liedermacher Tom Lehrer dem deutschstämmigen Wissenschaftler in den Mund: „Das ist nicht mein Gebiet.“

Die Tüftler wollen sich nicht nur mit den Konsequenzen des eigenen Forschungsdrangs und Überwachungssystemen, Drohnen- und Schwarmintelligenzsteuerung oder Biohacking auseinandersetzen. Gleichzeitig geht es dem Club darum, Technologien sowie gesellschaftliche Abläufe zu untersuchen und neu zusammenzusetzen, die auf den ersten Blick in die Kategorie „Not my department“ fallen könnten, dem Motto des Kongresses. Die Themen der mehr als 90 Vorträge reichen von Computersicherheit und Urheberrecht über die Notwendigkeit einer Netzphilosophie bis zu den Möglichkeiten, Zensurmaßnahmen im Internet zu umgehen.

via deadcatbounce

Chomsky über Manning

Fefe schreibt:

Bradley Manning gibt offenbar auf und bietet ein Teilgeständnis an. Nach über 800 Tagen im menschenverachtendem Militärknast kann ich das gut verstehen, aber helfen wird es vermutlich nicht. Ich kann immer noch nicht glauben, dass Obama einen Friedensnobelpreis hat, und Bradley Manning nicht. (…)

chomsky-manning
Bild: freebradleymanning.de

Der ecuadorianische Balkon

Südamerika unterstützt Ecuador im Fall Assange (ftd.de):

Ecuador erweitert seine Rückendeckung im Streit mit London: Nach den linksgerichteten Alba-Staaten um Venezuela hat jetzt ganz Südamerika seine Unterstützung zugesichert. Assange selbst fordert das Ende der „Hexenjagd“. (…)

Julian Assange makes his first public appearance in two months, ever since he took refuge in the Ecuadorian embassy in London. The WikiLeaks founder was granted political asylum on Thursday — a decision that ignited a wave of international responses, with the UK and Sweden opposing the verdict and Latin American countries strongly supporting Ecuador’s move.

Julian Assange appears on Ecuadorian embassy balcony (deutsche Synchronisation)

Raus aus der Arktis!

Von der greenpeace-Seite www.savethearctic.org

Wikileaks-Depeschen habe kürzlich gezeigt: Die USA erwarten „zunehmende militärische Gefahren in der Arktis“; Russland ist auf eine „bewaffnete Intervention“ in der Zukunft gefasst.

Die Gefahr eines Krieges um die Arktis ist real: Anrainerstaaten kaufen bereits U-Boote, Kampfflugzeuge und Atom-Eisbrecher, um ihre Ansprüche auf die Arktis zu untermauern. Russland und Norwegen haben sogar die Schaffung „arktischer Kampftruppen“ angekündigt, um ihre nationalen Interessen durchzusetzen. Doch nicht nur Rüstungsausgaben werden hochgefahren: Sechs Staaten wollen Teile der Arktis als ihre Hoheitsgebiete annektieren – auch um den Nordpol wird gefeilscht. Noch gehört die Arktis der gesamten Menschheit. Wir wollen, dass das so bleibt. Wir fordern ein internationales Schutzgebiet in der hohen Arktis für alles Leben auf der Erde..

via konsumpf